Red Bull Racing-Motorenchef Ben Hodgkinson: Lücke zu Top-Teams erheblich
Das Red Bull Racing Team konnte in Montreal das erste GP-Podest mit dem eigenen Motor feiern. Das ändert aber nichts daran, dass der Rückstand auf die Spitzenreiter gross ist, mahnt Ben Hodgkinson.
Damit hatte eigentlich keiner gerechnet: Max Verstappen durfte am Rennsonntag in Kanada aufs Treppchen. Der vierfache Champion hatte die Ziellinie als Dritter hinter Sieger Kimi Antonelli und Ferrari-Star Lewis Hamilton gekreuzt und damit für glückliche Gesichter in der Red Bull Racing-Box gesorgt. Denn es war der erste GP-Podestplatz der Mannschaft aus Milton Keynes in diesem Jahr und damit auch der erste Podestplatz mit der eigenen Antriebseinheit.
Verstappen kam nach 68 Runden auf dem Circuit Gilles Villeneuve 11,276 sec nach dem WM-Leader aus dem Mercedes-Team ins Ziel, auf den zweitplatzierten Hamilton fehlten dem 71-fachen GP-Sieger nur knapp fünf Zehntel. Das ist beachtlich, wenn man bedenkt, dass es erst das fünfte Rennwochenende war, bei dem Red Bull Racing mit der hauseigenen Antriebseinheit angetreten ist – auch wenn er von den Ausfällen von Mercedes-Routinier George Russell und Weltmeister Lando Norris profitiert hat.
Dennoch bleibt der Abstand zur Spitze gross, mahnt Motorenchef Ben Hodgkinson. Er sagt: «In der Formel 1 dreht sich alles ums Siegen, aber das erste Podest mit unserer eigenen Antriebseinheit ist sicherlich auch ein Erfolg, der es wert ist, gefeiert zu werden, wenn man überlegt, wie viel wir in kürzester Zeit erreicht haben. Red Bull Powertrains ist ein Neuling, der gegen ein paar der grössten Namen in diesem Geschäft antritt. Dass wir mit ihnen an der Spitze kämpfen können, ist der Verdienst des ganzen Teams, das stolz auf sich sein kann.»
Gleichzeitig mahnt der Brite: «Es liegt noch ein weiter Weg vor uns und wir wissen, dass die Lücke zu den Spitzenreitern erheblich ist. Aber wir lernen schnell dazu, verfeinern unsere Fähigkeiten und geben in den richtigen Bereichen Gas. Wir sind gespannt auf die nächsten Rennen und versuchen, weitere Fortschritte zu erzielen, um unseren ersten Sieg in dieser neuen Ära der Formel 1 feiern zu können.»
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