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Kevin Orgis ist scharf auf ersten Euro Moto-Pokal, in Brünn schon nah dran

Mit zwei feinen fünften Plätzen bei der Euro Moto-Premiere auf dem Sachsenring war Kevin Orgis eine Art Leistungsexplosion gelungen. Beim zweiten Superbike-Treffen setzte er noch einen drauf.

Euro Moto Superbike

Im Artikel erwähnt


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Nach IDM-Superbike-Endrang 13 und dem besten Einzelresultat Platz 8 im vorigen Jahr glichen die zwei fünften Plätzen in den Superbike-Rennen beim Saisonauftakt und gleichzeitig der Premieren-Veranstaltung der IDM-Nachfolge-Serie Euro Moto auf dem Sachsenring einem Quantensprung. Damals begründete das der 26-jährige Sachse, wenig glaubhaft, unter anderem mit einem vermeintlichen Heimvorteil. Mit zwei blitzsauberen vierten Plätzen bei der zweiten Euro Moto-Runde im tschechischen Brünn setzte er noch einen, tatsächlich aber zwei drauf und sorgte bei selbsternannten Fachleuten gleich noch einmal für anerkennend hochgezogene Augenbrauen.

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Im Gespräch mit SPEEDWEEK.com gab er zunächst zu bedenken, dass der Grand-Prix-Kurs Automotodrom Brünn ziemliches Neuland für ihn war. «Zuletzt war ich 2017 in Brünn, damals noch mit dem Red Bull MotoGP Rookies Cup. Mit dem Superbike bin ich noch gar nicht dort gefahren. Wir wollten im April in Brno einen Test machen, doch wegen meines kurzfristigen Einsatzes beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans hatten wir nicht mal diesen. Zum Glück hatten wir am Donnerstag vor der eigentlichen Veranstaltung einen Trainingstag, den wir sehr gut nutzen konnten», klärte er dazu auf.

Testtag in Brünn

Mit den offiziellen Trainings am Freitag und Samstag war er dann jedoch nicht wirklich zufrieden. «Ich hatte Probleme, auf gute Zeiten zu kommen. Ich war auch viel allein auf der Strecke, weil die vergleichsweise sehr lang ist. Da ist es schwer, ein gutes Hinterrad zu finden. Ich war zwar an sich nicht langsam, aber der Abstand nach vorn ist auf so einer großen Strecke entsprechend größer.»

Über die Superpole 1 qualifizierte er sich für die finale Zeitenjagd für die endgültigen Startaufstellungen, kam aber über Startplatz 8 nicht hinaus. Dafür lief es in den Rennen umso besser. «Ich hatte in beiden Rennen jeweils einen sehr guten Start und konnte gleich in den Bereich der Plätze 3, 4, 5 fahren. Zu Mitte der Rennen hatte ich dann in beiden Rennen Probleme mit abbauenden Reifen. Dann habe ich etwas entspannt gemacht, um sie zu schonen und konnte dann jeweils in der Schlussphase noch mal angreifen und mir jedes Mal Platz 4 erkämpfen. Wir haben vorher eine gute Strategie geplant, und ich habe gut mit den Reifen gehaushaltet, was wichtig war, weil der neue Asphalt die Reifen stark angegriffen hat.»

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Und wenn bei Schrötter, Reiterberger und Tulovic alles funktioniert, sind sie schon noch eine Ecke schneller.

Kevin Orgis

Natürlich war er mit seinen beiden vierten Plätzen zufrieden. Umso mehr, weil ihm die Strecke, «… im Nachhinein …» nicht wirklich gelegen hat. «Die langgezogenen Kurven liegen der BMW nicht so gut und mir noch weniger. Ich bin eher der Spitzkehren-Typ. Deshalb bin ich jetzt megaglücklich, dass wir so gute Ergebnisse hatten. Die hatte ich gar nicht erwartet, und schon gar nicht nach den Trainings.»

Vorausschauend auf den nächsten Euro-Moto-Event gleich noch einmal in Tschechien, dann aber in Most, sagte der ältere der beiden Orgis-Brüder: «Jetzt geht es auch darum zu schauen, wo wir speziell in den Rennen so viel gut gemacht haben, um uns für Most gut vorbereiten zu können. Das wird nämlich für mich die anstrengendste Strecke im Kalender.»

Im Gesamtklassement rangiert er aktuell auf Platz 5, nur einen Punkt hinter Twan Smits. Da er sich auf dem Sachsenring mit den deutschen Rennsportgrößen Markus Reiterberger und Marcel Schrötter battlen konnte und nun am Podest schnupperte, dürfte er wohl seine Saisonziele nach oben korrigieren. Dazu meinte er: «Auf die Jungs ganz vorn hatte in Brno noch ein wenig gefehlt. Und wenn bei Schrötter, Reiterberger und Tulovic alles funktioniert, sind sie schon noch eine Ecke schneller. Da müssen wir weiter hart arbeiten und noch ein bisschen was finden. Aber ja, tatsächlich bin ich gar nicht mehr so weit weg vom Podium. Deshalb bleibt das Hauptziel, in diesem Jahr irgendwie einen Pokal mit nach Hause zu nehmen. Ich bin inzwischen guter Dinge, dass ich mittlerweile ein ganz gutes Tempo habe, um vorn mitzufahren und auch vorn zu bleiben. Für ganz vorn hat es bis jetzt noch nicht gereicht, aber ich denke, das holen wir auch noch.»

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Pos

Fahrer

Fahrer

Start Nr

Runden

Zeit

Bestzeit

Punkte

01

Markus Reiterberger

Masteroil Alpha Van Zon BMW

Markus Reiterberger

28

13

25:44,019

1:57,997

25

02

Lukas Tulovic

Triple M by Ducati Frankfurt

Lukas Tulovic

1

13

+0,775

1:57,745

20

03

Marcel Schrötter

GERT56 by RS Speedbikes

Marcel Schrötter

23

13

+5,215

1:57,865

16

04

Kevin Orgis

ORM Racing Team / ADAC Sachsen e.V.

Kevin Orgis

44

13

+11,883

1:58,665

13

05

Twan Smits

Team Apreco - Yamaha

Twan Smits

85

13

+11,993

1:58,406

11

06

Florian Alt

Holzhauer Racing Promotion

Florian Alt

66

13

+12,072

1:58,611

10

07

Lorenzo Zanetti

Triple M by Ducati Frankfurt

Lorenzo Zanetti

87

13

+13,398

1:57,999

9

08

Soma Görbe

BCI MW Racing Team

Soma Görbe

54

13

+14,295

1:58,735

8

09

Jan Mohr

Masteroil Alpha Van Zon BMW

Jan Mohr

5

13

+16,983

1:59,028

7

10

Jan-Ole Jähnig

GERT56 by RS Speedbikes

Jan-Ole Jähnig

14

13

+24,126

1:59,082

6

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  • Vergangen

    Sachsenring

    Sachsenring, Deutschland
    08.–10.05.2026
  • Vergangen

    Brünn

    Automotodrom Brno, Tschechien
    29.–31.05.2026
  • Most

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    26.–28.06.2026
  • Oschersleben

    Motorsport Arena Oschersleben, Deutschland
    31.07. – 02.08.2026
  • Assen

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    14.–16.08.2026
  1. Vergangen

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    Sachsenring, Deutschland
    08.–10.05.2026
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    Automotodrom Brno, Tschechien
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  3. Most

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    26.–28.06.2026
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    Motorsport Arena Oschersleben, Deutschland
    31.07. – 02.08.2026
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