Rubens Barrichello zu Lewis Hamilton: Keine Ferrari-Schmutzwäsche
Der Brasilianer Rubens Barrichello (53) ist mit Ferrari zwei Mal WM-Zweiter geworden. Der elffache GP-Sieger hat für den heutigen Ferrari-Superstar Lewis Hamilton einen guten Rat.
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Von 2000 bis 2005 ist der Brasilianer Rubens Barrichello für Ferrari gefahren, an der Seite von Michael Schumacher. «Rubinho» hat in Rot seine grössten Erfolge gefeiert, zwei Mal WM-Gesamtzweiter (2002 und 2004), dazu WM-Dritter 2001, so wie auch 2009, dann aber für BrawnGP.
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Barrichello hat elf seiner 323 Grands Prix gewinnen können, er fuhr für Jordan, Stewart, Honda, Ferrari, BrawnGP und Williams, und so schnell kann dem Paulista keiner was vormachen, was die Formel 1 angeht. Heute kommentiert er ab und an das F1-Geschehen fürs brasilianische Fernsehen. Der inzwischen 53-jährige Barrichello ist auf die Situation von Lewis Hamilton bei Ferrari angesprochen worden. Rubens sagt dazu im Podcast Flow: «Wenn man sich den Ferrari-Funk von Hamilton anhört, dann erhält man den Eindruck – dieser Mann hat die Nase getrichen voll. Er macht es seinem Renningenieur schwer. Aber das ist etwas, das du hinter verschlossenen Türen aussortierst, das gehört nicht in die Öffentlichkeit.»
Nach all den Jahren mit Mercedes zu Ferrari zu stossen, das vergleicht Barrichello mit einem Schulwechsel: «Es ist, als ob du in eine neue Schule, in eine andere Umgebung kommst. Die Leute gucken dich anders an. Dann kommt plötzlich ein Schüler auf dich zu und sagt: ‚Hi, ich heisse Mauro, wie geht es dir?’ Und diesen Mauro habe ich bis heute nicht vergessen.»
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«Genau so geht es in einem neuen Rennstall, das Gefühl ist absolut das gleiche. Hamilton kam als der grosse Champion zu Ferrari, aber die Erwartungen der Mitarbeiter an ihn waren natürlich riesig. Und das hat den Druck gewiss nicht geringer gemacht.»
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«Grundsätzlich halte ich Lewis Hamilton noch immer für einen grossen Champion. Ich habe mich nicht ausführlich mit ihm unterhalten über seine Lage bei Ferrari, also kann ich im Detail nicht einschätzen, wieso er sich 2025 so schwergetan hat.»
«Was ich aber aus eigener Erfahrung sagen kann – Hamilton steht bei Ferrari mehr unter Druck oder unter stärkerer Beobachtung als in jedem anderen Rennstall.»
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