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Entwicklungshelfer Philipp Öttl: Über diesen Einsatz freut sich auch Ducati
Dass das Ducati-Kundenteam Barni Racing beim Misano-Test eine neue Schwinge von Suter probierte, war eine Überraschung. Yari Montella blickt zuversichtlich auf die restliche Superbike-Saison.
Dass Barni Racing in Misano am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche an der V4R von Yari Montella eine Schwinge von Suter Industries getestet hat, ist auch vor dem Hintergrund interessant, dass es am Original-Bauteil von Ducati zu Brüchen kam. Einen direkten Zusammenhang gibt es jedoch nicht, da die Zusammenarbeit zwischen dem Ducati-Kundenteam und dem Schweizer Fahrwerksspezialisten bereits vor Monaten begonnen hat.
Übrigens: Die von Suter entwickelte und aus Aluminium gefertigte Schwinge ähnelt optisch in auffälliger Weise der an der MotoGP-Ducati eingesetzten Version aus Carbon.
Beim ersten Test ließ man sich hinsichtlich der Performance jedoch nicht in die Karten schauen, denn das Barni-Team verwendete lediglich ein Motorrad und wechselte mehrfach zwischen der Suter- und der Ducati-Schwinge. Mit welchem Modell welche Rundenzeit gefahren wurde, kann kaum nachvollzogen werden. Zudem wurden weitere Neuerungen von Montella ausprobiert. Beobachter sprechen von vergleichbaren Rundenzeiten, was zu diesem frühen Zeitpunkt beachtlich wäre.
Montella fuhr im Rahmen des zweitägigen Misano-Tests 157 Runden und ließ sich als schnellste Zeit eine 1:32,282 min notieren. Damit war der Italiener schneller als in der Superpole vor einem Jahr. Den Test beendete er damit als Dritter.
«Das waren zwei interessante und anspruchsvolle Tage. Wir haben mehrere neue Komponenten getestet, darunter die neue Hinterradschwinge sowie weitere technische Lösungen», blieb Montella bei seinen Aussagen vage. «Wir haben wertvolle Erkenntnisse gewonnen, da wir anders als an einem Rennwochenende gearbeitet haben und nicht unter dem Druck standen, sofort Ergebnisse liefern zu müssen. Im letzten Lauf hatten wir etwas Verkehr und konnten das Potenzial nicht voll ausschöpfen, aber wir landen trotzdem auf den vorderen Plätzen, was uns zuversichtlich stimmt.»
Viel Zuversicht für Aragon und den Rest der Saison.Yari Montella
Es ist nicht davon auszugehen, dass die Suter-Schwinge bereits beim nächsten Superbike-Meeting zum Einsatz kommen wird. Für das Rennwochenende im MotorLand Aragón in einer Woche ist der aufstrebende 26-Jährige so oder so optimistisch.
«Ich bin wirklich glücklich, denn wir haben einen weiteren Schritt nach vorn gemacht und verfügen nun über noch mehr Daten, mit denen wir arbeiten können. Jetzt werden wir alles in Ruhe analysieren, um die weitere Richtung festzulegen», erklärte Montella. «Der Weg ist aber ziemlich klar, und das gibt uns Zuversicht für Aragon und den Rest der Saison. Ich bin besonders zufrieden mit dem Renntempo und weniger mit der Einzelrunde.»
Pos
Fahrer
Motorrad
Zeit
Diff
1.
Nicolo Bulega (I)
Ducati
1:31,769 min
2.
Iker Lecuona (E)
Ducati
1:32,182
+ 0,413 sec
3.
Yari Montella (I)
Ducati
1:32,282
+ 0,513
4.
Sam Lowes (GB)
Ducati
1:32,284
+ 0,515
5.
Alberto Surra (I)
Ducati
1:32,399
+ 0,630
6.
Axel Bassani (I)
Bimota
1:32,430
+ 0,661
7.
Garret Gerloff (USA)
Kawasaki
1:32,457
+ 0,688
8.
Alex Lowes (GB)
Bimota
1:32,496
+ 0,727
9.
Lorenzo Baldassarri (I)
Ducati
1:32,515
+ 0,746
10.
Remy Gardner (AUS)
Yamaha
1:32,561
+ 0,792
11.
Tarran Mackenzie (GB)
Ducati
1:32,561
+ 0,792
12.
Xavi Vierge (E)
Yamaha
1:32,737
+ 0,968
13.
Stefano Manzi (I)
Yamaha
1:32,997
+ 1,228
14.
Tommy Bridewell (GB)
Ducati
1:33,059
+ 1,290
15.
Andrea Locatelli (I)
Yamaha
1:33,119
+ 1,350
16.
Michael vd Mark (NL)
BMW
1:33,218
+ 1,449
17.
Somkiat Chantra (T)
Honda
1:33,345
+ 1,576
18.
Jake Dixon (GB)
Honda
1:33,405
+ 1,636
19.
Jonathan Rea (GB)
Honda
1:33,652
+ 1,883
20.
Hannes Soomer (EST)
BMW
1:34,000
+ 2,231
21.
Alessandro Delbianco (I)
Yamaha
1:34,148
+ 2,379
22.
Philipp Öttl (D)
Ducati SSP
1:36,909
+ 5,140
23.
Michele Pirro (I)
Ducati
1:37,060
+ 5,291
24.
Kevin Zannoni (I)
Ducati SSP
1:37,458
+ 5,689
25.
Alessandro Zaccone (I)
Ducati SSP
1:37,563
+ 5,794
26.
Mattia Casadei (I)
Ducati SSP
1:37,890
+ 6,121
27.
Riccardo Rossi (I)
Ducati SSP
1:38,534
+ 6,765
28.
Matteo Ferrari (I)
Ducati SSP
1:38,668
+ 6,899
29.
Philipp Öttl (D)
Ducati SSP 2027
1:39,548
+ 7,779
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