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Toto Wolff zu Kimi Antonelli: Vom Reh im Scheinwerferlicht zum «KI-Agenten»

Kimi Antonelli fuhr in Monza von Startplatz 19 zum Sieg. Mercedes-Teamchef Toto Wolff über die atemberaubende Entwicklung seines Schützlings und warum Antonelli für ihn wie ein KI-Agent ist.

Formel 1

Im Artikel erwähnt



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Kimi Antonelli begeisterte in Monza nicht nur die italienischen Fans mit seiner Aufholjagd von Startplatz 19 zum Sieg bei seinem Heim-GP. Der WM-Leader baute mit seinem siebten Sieg des Jahres seine WM-Führung weiter aus, hat jetzt 66 Punkte Vorsprung auf seinen Teamkollegen George Russell. Mercedes-Teamchef Toto Wolff geriet nach dem Rennen ins Schwärmen über den erst 20-jährigen Antonelli.

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Antonelli lief in Monza über Wasser

Vor dem Rennen hatte Wolff schon einen Verdacht, wie der Österreicher hinterher verriet: «Ich dachte, einer der beiden würde gewinnen. Entweder George oder Kimi, weil er hier in Monza über Wasser laufen würde. Das habe ich gestern schon gespürt.»

Wolff: «Wir mussten eine Ein-Stopp-Strategie mit den harten Reifen fahren. Und wir wussten, dass er sich durch das Feld kämpfen würde. Dann wurde das Rennen mit der roten Flagge unterbrochen, und plötzlich geriet er mit den Medium-Reifen ins Hintertreffen. Und das erwies sich als die richtige Strategie.» Glück im Unglück also, Antonelli war mit einer Motorenstrafe von Platz 19 gestartet und hatte beim Start die harten Reifen aufgeschnallt. Die frühe rote Flagge nach Leclercs Crash in Runde 3 passte eigentlich gar nicht in Antonellis Plan. Doch die Dinge kamen anders.

Wolff: «Wir wussten nicht, welche Strategie die bessere war. Zu diesem Zeitpunkt sagte das System, dass die Ein-Stopp-Strategie die Nase vorn haben würde. Die Zwei-Stopp-Strategie würde gegen Ende zwar aufholen, aber nicht ganz aufschließen können. Das sagte die Software.»

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Wolff: Das war der entscheidende Faktor

Ausschlaggebend war laut Wolff aber ohnehin etwas anderes: «Der entscheidende Faktor war die Fähigkeit, sich durch den Verkehr zu kämpfen. Und das haben wir in der Vergangenheit schon bei anderen Großen gesehen wie Lewis (Hamilton, Anm.), der das bei einigen Rennen geschafft hat. Und genau das hat er heute gezeigt. Da gibt es einfach kein Halten mehr. Wenn Fahrer und Auto eins sind, dann kann sie nichts mehr aufhalten.»

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Auch Papa Antonelli hat's kommen sehen

Bei Wolffs Medienrunde ging es fast nur um Antonelli, kaum um Russell. Und Wolff kam richtig ins Schwärmen über seinen Schützling und dessen Entwicklung: «Es ist schon eine Weile her, dass ich die Energie, die Einstellung, die Mentalität oder das Verhaltensmuster eines Fahrers so erlebt habe. Und ich wusste, dass das heute seine Mission war: das Rennen zu gewinnen. Und ich habe mich gestern mit seinem Vater unterhalten. Auch sein Vater hat das kommen sehen. Das sind die Momente, in denen man im Verlauf der Sessions erkennen kann, wie sich ein Wochenende entwickelt, dass ein besonderer Moment kommen könnte. Aber es ist immer noch ein technischer Sport, daher kann sich das schnell ändern.»

Nach einem teils holprigen Premierenjahr dreht Antonelli jetzt richtig auf. Wolff: «Das letzte Jahr verlief nach Plan. Ich habe gesagt, dass es glänzende Momente geben wird, aber auch schwierigere. Und ich glaube, er ist so in die Saison gestartet – damals war er wie ein Reh im Scheinwerferlicht. Im Auto war er im Modus, zeigte bereits außergewöhnliche Leistungen, aber nicht kontinuierlich. Und dann hatte er diese Negativserie über neun Rennen, in denen er keine Punkte holte. Ich erinnere mich, dass Spa für ihn schrecklich war und er niedergeschlagen war. Monza war der Punkt, an dem ich zum ersten Mal zu ihm sagte: ‚Hör zu, du musst aufwachen.‘ Aber ich habe nie an ihm gezweifelt. Deshalb haben wir ihm die Chance gegeben.»

Antonelli, der KI-Agent

Und dann kam das Jahr 2026: «Und dann kam er nach der Winterpause zurück und legte einen Start hin, den niemand erwartet hatte. Er hat den Druck der Medien gespürt, die Aufmerksamkeit, die ihm zuteilwird. In gewisser Weise hat das System das verarbeitet und gespeichert. Und deshalb haben wir anschließend diese Ergebnisse gesehen. Aber es ist immer noch überraschend und erstaunlich zu sehen, wie schnell er sich entwickelt. Für mich ist er wie ein KI-Agent, der sich kontinuierlich selbst verbessert und dazulernt. Das ist die Geschwindigkeit. Und auch sein Alter ist dabei sicherlich von Vorteil, die Fähigkeit, kognitiv und intellektuell ständig besser zu werden.»

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Pos

Fahrer

Fahrer

Team

Start Nr

Runden

Zeit

Bestzeit

Punkte

01

Kimi Antonelli

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

Kimi Antonelli

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

12

53

1:51:15,281

1:23,504

25

02

George Russell

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

George Russell

Mercedes-AMG Petronas Formula One Team

63

53

+3,857

1:24,390

18

03

Max Verstappen

Oracle Red Bull Racing

Max Verstappen

Oracle Red Bull Racing

3

53

+14,718

1:24,242

15

04

Lando Norris

McLaren Formula 1 Team

Lando Norris

McLaren Formula 1 Team

1

53

+19,056

1:24,864

12

05

Oscar Piastri

McLaren Formula 1 Team

Oscar Piastri

McLaren Formula 1 Team

81

53

+19,253

1:25,125

10

06

Lewis Hamilton

Scuderia Ferrari HP

Lewis Hamilton

Scuderia Ferrari HP

44

53

+24,655

1:25,300

8

07

Pierre Gasly

BWT Alpine Formula One Team

Pierre Gasly

BWT Alpine Formula One Team

10

53

+27,351

1:24,927

6

08

Arvid Lindblad

Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team

Arvid Lindblad

Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team

41

53

+45,136

1:26,028

4

09

Franco Colapinto

BWT Alpine Formula One Team

Franco Colapinto

BWT Alpine Formula One Team

43

53

+47,353

1:24,933

2

10

Yuki Tsunoda

Visa Cash App Racing Bulls Formula One Team

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22

53

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