Adelaide statt Phillip Island: Darum begrüßt Pol Espargaro den Wechsel
Die MotoGP in Australien zieht 2027 von Phillip Island nach Adelaide um. KTM-Testpilot Pol Espargaro sieht darin einen wichtigen Schritt – denn den Fans geht es längst um mehr als nur Motorsport.
Der geplante Wechsel des Australien-GP von Phillip Island nach Adelaide sorgt für einen deutlichen Kontrast. Statt auf dem traditionsreichen und spektakulär gelegenen Phillip Island Grand Prix Circuit soll die MotoGP künftig auf einem Stadtkurs in der südaustralischen Metropole gastieren. KTM-Testpilot Pol Espargaro kann diesem Konzept viel abgewinnen.
Der Spanier hat sich bereits die
Rennen in urbanen Regionen für die Fans reizvoller
Für den langjährigen MotoGP-Piloten liegt der große Vorteil Adelaides aber weniger im Streckenlayout als vielmehr im Umfeld. «Am liebsten fahre ich an Orte, an denen es eine große Stadt direkt an der Strecke oder zumindest in der Nähe gibt», erklärte der 35-Jährige.
Genau dieser Punkt unterscheidet Adelaide von Phillip Island. Die Insel südlich von Melbourne bietet der MotoGP zwar eine der spektakulärsten Rennstrecken im Kalender, doch die vergleichsweise abgeschiedene Lage bringt für Besucher auch Nachteile mit sich. Unterkünfte und Freizeitmöglichkeiten sind begrenzter als bei einem Grand Prix in einer Großstadt.
«Das hilft den Leuten dabei, Hotels zu finden und etwas zu unternehmen», verwies Espargaro auf die Vorteile eines stadtnahen Events. Seiner Meinung nach haben sich die Ansprüche der Zuschauer an den Besuch einer Sportveranstaltung verändert.
Fans wollen Events und Entertainment: Rennsport allein reicht nicht mehr aus
«In den vergangenen Jahren haben wir gesehen, dass es im Motorsport und generell im Sport für die Zuschauer nicht mehr nur um den Sport geht», stellte der KTM-Testpilot fest. Ein moderner Grand Prix müsse den Besuchern deshalb mehr bieten als ausschließlich die Action auf der Rennstrecke.
«Die Leute wollen auch andere Dinge unternehmen – zum Beispiel einkaufen gehen, essen gehen oder Konzerte besuchen», zählte Espargaro auf. «Es geht um ein 360-Grad-Event, und so etwas ist möglich, wenn man sich in der Nähe einer großen Stadt wie Adelaide befindet.»
Damit folgt der geplante Australien-GP einem Trend, der in der MotoGP zunehmend an Bedeutung gewinnt: Ein Rennwochenende soll nicht nur Motorsport bieten, sondern als umfassendes Event funktionieren und möglichst viele Möglichkeiten abseits der Strecke schaffen.
Espargaro freut sich deshalb bereits auf die neue australische MotoGP-Heimat: «Ich bin gespannt darauf.»
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