Toto Wolff: Liebe für V8-Motoren, aber «Lächerlich»-Warnung
Die Formel 1 diskutiert über eine Rückkehr zum V8-Motor. Mercedes-Teamchef Toto Wolff sagt: «Wir lieben V8-Motoren, sie wecken viele schöne Erinnerungen.» Vor einer Sache warnt er aber.
Kaum ist das neue Reglement umgesetzt und auf der Rennstrecke, wird viel über ein anderes Reglement gesprochen: Ein mögliches Comeback der V8-Motoren ist derzeit in aller Munde.
FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem würde gern schon 2030 wieder zum V8 zurückkehren.
Was sagen die Teams dazu? Generell ist die Stimmung in Richtung V8 positiv, die Idee findet im Grundsatz Anklang. Der Sound stimmt, die Motoren sind weniger komplex – das ist vor allem in Anbetracht des aktuellen, oft als zu komplex kritisierten Reglements ein viel genannter Punkt.
Wolff: Mercedes ist offen
Mercedes-Teamchef Toto Wolff, der auch Motorsportchef bei Mercedes ist, sagt über langfristige Reglementänderungen: «Ich denke, aus Mercedes-Sicht sind wir offen für neue Motorvorschriften. Wir lieben V8-Motoren, sie wecken viele schöne Erinnerungen. Aus unserer Perspektive ist es ein echter Mercedes-Motor, er dreht hoch. Und dann stellt sich die Frage, wie wir ihm genug Energie aus der Batterie zuführen, um den Bezug zur realen Welt nicht zu verlieren. Denn wenn wir zu 100 % auf Verbrennung setzen, könnten wir 2030 oder 2031 vielleicht etwas lächerlich dastehen, also müssen wir das berücksichtigen, es einfacher gestalten und einen Mega-Motor daraus machen.» Ein reiner Verbrennermotor könnte in wenigen Jahren aus der Zeit gefallen wirken.
Strukturierte Diskussionen wichtig
Ein Ansatz, den Wolff in Betracht zieht: «Vielleicht können wir 800 PS aus dem Verbrennungsmotor herausholen und 400 oder mehr an elektrischer Energie darauf aufsetzen. Wir sind absolut bereit dafür, solange diese Diskussionen strukturiert ablaufen, die Überlegungen der Beteiligten berücksichtigt werden und wir die finanziellen Realitäten der Motorenhersteller heutzutage anerkennen. Es ist nicht einfach für uns, aber wenn es gut geplant und umgesetzt wird, dann kann man auf uns von Mercedes zählen, mit einem echten Rennmotor zurückzukommen.»
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