Lennox Lehmann: Nach Highspeed-Crash in Suzuka erfolgreich operiert
Nach seinen Podestplätzen bei der Euro Moto Most reiste Lennox Lehmann vom Team Apreco nach Suzuka zur Langstrecken-WM. Dort stürzte er schwer. Doch der Yamaha-Pilot wird wieder.
Lennox Lehmann wollte beim Langstrecken-WM-Lauf in Suzuka zusammen mit seinen Euro Moto-Teamkollegen Twan Smits und Dirk Geiger an den Start gehen. Doch für den Mann aus Dresden war schon am Freitag nach dem Training Schluss. «Nach einem Highsider», erklärt Wim Vermeulen von Yamaha Deutschland, «bei dem Lennox auf der Geraden bei Geschwindigkeiten von weit über 200 km/h über eine Ölspur fuhr, lautete die erste Diagnose im Krankenhaus: Gebrochener und ausgerenkter Finger an der rechten Hand. Nach Auswertung der aufgenommenen Röntgenbilder gemeinsam mit unseren medizinischen Spezialisten in den Niederlanden und Deutschland haben wir beschlossen, Lennox zurückzufliegen, um am Montag weitere Untersuchungen und gegebenenfalls einer Operation vornehmen zu lassen.»
Bis zum fünften Lauf in Assen sollte Lennox wieder vollständig genesen sein.Wim Vermeulen
Somit war Lehmanns Suzuka Ausflug genauso schnell vorbei, wie er begonnen hatte. Inzwischen kann der Yamaha-Pilot schon wieder Pläne für die nächsten Euro Moto-Rennen in Oschersleben Ende des Monats und im August in Assen machen. Am vergangenen Montag wurde nach eingehenden Untersuchungen die Luxation des Fingers einschließlich des Bruchs bestätigt, und es wurden weitere Probleme an der rechten Schulter festgestellt. Lennox Lehmann wurde umgehend operiert, der Eingriff dauerte zwei Stunden.
«Nach neuen Röntgenaufnahmen können wir heute bestätigen, dass die Operation erfolgreich verlaufen ist und Lennox sich nun auf seine Genesung konzentrieren kann», erklärt Vermeulen. «Die Ärzte werden vor dem Rennen in Oschersleben noch einige zusätzliche Untersuchungen durchführen. Wir gehen davon aus, dass er dort für fahrtüchtig erklärt wird, auch wenn er noch nicht vollständig genesen sein wird. Den Ärzten ist es gelungen, den Finger vollständig zu stabilisieren, sodass Lennox zwar fahren kann, jedoch insbesondere beim Bremsen unter anhaltenden Schmerzen leiden wird. Bis zum fünften Lauf in Assen sollte Lennox wieder vollständig genesen sein.»
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