Erst jetzt ist bekannt geworden: Schon Ende Juni ist im Alter von 86 Jahren der US-amerikanische Rennstallbesitzer Carl Haas verstorben (nicht verwandt mit Gene Haas).
Seit 26. Januar laufen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya die Formel-1-Wintertests. Fans auf den Tribünen? Pustekuchen. Medien entlang der Bahn? Unerwünscht. Die Formel 1 spielt Verstecken. Wieso?
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Traurige Nachricht aus den USA: Wie erst jetzt bekannt geworden ist, verliert die Motorsportwelt mit Carl Haas einen der erfolgreichsten Rennstallbesitzer. Haas – mit dem heutigen Formel-1-Teambesitzer Gene Haas nicht verwandt – verstarb im Alter von 86 Jahren bei sich zuhause.
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Newman/Haas war einer der erfolgreichsten IndyCar-Rennställe, der schlaue Geschäftsmann mit der ewig präsenten Zigarre und Hollywood-Star Paul Newman bildeten ein kongeniales Duo. Die beiden gründeten 1983 ihren Rennstall, schon ein Jahr später gab es mit Mario Andretti den ersten IndyCar-Titel, damals in der so genannten CART-Serie. Drei weitere Titel folgten – mit Michael Andretti 1991, mit dem damals amtierenden Formel-1-Champion Nigel Mansell (die einzige Situation, als ein Rennfahrer eine Weile beide Titel hielt), mit Cristiano da Matta 2002. Als aus CART ChampCar wurde, startete Newman/Haas so richtig durch: Der Franzose Sébastien Bourdais holte von 2004 bis 2007 vier Mal in Folge den Titel.
Von da an ging es bergab: Der Rennstall tat sich schwerer und schwerer, Sponsoren zu finden, Ende 2011 war Schluss. Da war Paul Newman schon drei Jahre lang nicht mehr auf der Welt.
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Autoteile-Importeur Carl Haas, in den 50er Jahren selber Rennfahrer, wurde Ende der 60er Jahre US-Importeur von Lola-Rennwagen, eine lange, fruchtbare Kooperation begann.
Seit 26. Januar laufen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya die Formel-1-Wintertests. Fans auf den Tribünen? Pustekuchen. Medien entlang der Bahn? Unerwünscht. Die Formel 1 spielt Verstecken. Wieso?
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Haas setzte erfolgreich Autos ein in der Formel 5000, in der CanAm-Serie, im NASCAR-Sport. In jeder Serie wurden Rennen und Titel gewonnen, nur das Formel-1-Abenteur mit dem so genannten Beatrice-Lola-Team Mitte der 80er Jahre war ein Reinfall – Motorenpartner Ford hatte den Turbo-Zug komplett verschlafen, Pilot Alan Jones fuhr nicht mehr auf der Höhe seines Könnens, Hauptsponsor Beatrice (Lebensmittel) verabschidete sich frühzeitig.
Es war der letzte Versuch eines US-amerikanischen Teams, bevor – ironischerweise – 2016 ein Mann gleichen Namens in die Formel 1 eingestiegen ist, Gene Haas.
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