Hatte MotoGP-Rookie Diogo Moreira Angst? «Nur in der ersten Runde!»
Diogo Moreira (Honda) hatte beim Shakedown-Test in Sepang drei Tage Zeit, um sich an die MotoGP-Rakete zu gewöhnen. Wie es dem Brasilianer ergangen ist und wie er sein Wintertraining veränderte.
Diogo Moreira holte sich 2025 den Titel in der Moto2-Klasse. Er ist der erste Brasilianer, der in der Motorrad-Weltmeisterschaft zum Champion gekürt wurde. 2026 bestreitet der 21-Jährige im Team LCR Honda seine Rookie-Saison in der MotoGP. Im November des letzten Jahres hatte Moreira das erste Mal die Gelegenheit, die RC213V zu fahren. Vom 29. bis 31. Januar nahm er beim Shakedown-Test auf dem Sepang International Circuit wieder Platz auf seiner MotoGP-Rakete. Mit einer Rundenzeit von 1:58,338 min landete er am letzten Tag auf Rang 6. «Es war sehr gut, ich muss aber weiterhin daran arbeiten, das Motorrad zu verstehen, denn am Ende ist alles neu für mich – die Reifen, das Bike und auch das Team. Ich bin aber sehr happy und ich denke, dass wir einen guten Job gemacht haben», lautete das Resümee von Moreira.
Von Dienstag bis Donnerstag in dieser Woche wird Moreira drei weitere Tage zur Verfügung haben, um sich an die MotoGP-Rakete zu gewöhnen – dann wird er sich aber mit dem kompletten MotoGP-Feld messen müssen (außer Jorge Martin und Fermin Aldeguer, die verletzungsbedingt fehlen). Denkt der Moto2-Weltmeister, dass er auf der 5,543 km langen Strecke noch einige Zehntelsekunden finden kann? «Wir sind derzeit rund eine Sekunde hinter dem Schnellsten – wir müssen verstehen, wo wir diese letzte Sekunde finden können. Das ist das Schwierigste», grübelte Moreira. «Alles was wir tun können, ist es, das Motorrad besser zu verstehen, viele Runden zu fahren und andere Dinge auszuprobieren. Am Ende sind wir für den Beginn aber sehr gut unterwegs.»
Überwältigt von der Power
An seinem ersten Tag mit dem MotoGP-Bike in Valencia im vergangenen November hatte Moreira noch ein wenig Angst vor der gewaltigen Power des Prototyps. War es dieses Mal besser? «Nur in der ersten Runde – da hatte ich dasselbe Gefühl wie in Valencia», schmunzelte er. «Danach war es aber leichter, alles zu verstehen – beispielsweise die Bremspunkte. Wir haben jetzt ein Basis-Setup, um in den offiziellen Test zu gehen.»
Was ist für Moreira in der MotoGP das Schwierigste im Vergleich zur Moto2? «Der Speed! Du musst auf der Strecke deine Linienwahl anpassen. In der Moto2 benötigst du beispielsweise in der Mitte der Kurve mehr Geschwindigkeit. In der MotoGP hast du viel mehr Leistung zur Verfügung und es geht vor allem darum, richtig aus einer Kurve herauszubeschleunigen.»
Moreira war in den Wintermonaten viel auf dem Motocross- und dem Flat-Track-Bike unterwegs. Hat er sich auf seine erste Saison in der Königsklasse anders vorbereitet als in seinen Jahren in der Moto2-WM? «Wir haben alles ein wenig angepasst», bestätigte er. «Ich habe zum Beispiel in diesem Winter keine Pause gemacht. Ich habe eigentlich nur nach dem letzten Rennen in Valencia eine Woche nicht trainiert. Ich war immer auf dem Motorrad, was gut für mich war.»
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