Formel 1
Kolumne
Unser neues Rätsel Racing-Raritäten: Der Flug der Eintagesfliege
Bei unserem Rätsel Racing-Raritäten sehen wir eine klassische Eintagesfliege des GP-Rennsports. Wer ist hier zu sehen? Wo und wann wurde dieses Foto aufgenommen? Machen auch Sie mit!
Meist aus dem Archiv unserer Foto-Partner XPB und Grand Prix Photo stellen wir jede Woche ab Dienstag ein kleines Stück Motorsport-Historie vor. Sagen Sie uns, wer zu erkennen ist (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und rätseln Sie um die Ehre mit – zu gewinnen gibt es nichts. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist Sonntag der laufenden Woche, um 24.00 Uhr.
Die Teilnahme ist kostenlos. Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren. Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen sind ausgeschlossen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die im Rahmen des Rätsels übermittelten Daten werden ausschliesslich zur Durchführung verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Für das neue Rätsel gilt: Eine klassische Eintagesfliege der Formel-1-Historie.
Unser Hinweis für die letzte Aufgabe lautete: Dieser Fahrer (fast ein Bub) ist hier auf einer der grossen Traditions-Rennstrecken der Welt zu sehen, feierte aber seine grössten Erfolge auf einer anderen Piste mit fabelhafter Historie.
Hier haben wir uns ein kleines Wortspiel erlaubt. Ivor Bueb, fast ein Bub, ist hier 1958 in Silverstone zu sehen, seine grössten Erfolge feierte er jedoch in Le Mans, 1955 und 1957 gewann er jeweils mit einem Jaguar D-Type, 1955 an der Seite von Mike Hawthorn, 1957 neben Ron Flockhart.
Ivor Léon John Bueb wurde am 6. Juni 1923 in Dulwich/London geboren. Wie so viele junge Engländer in der Nachkriegszeit begann er seine Karriere in der Formel 3, wo damals mit 500-ccm-Motoren gefahren wurde. Sein Talent war offensichtlich, ab 1955 sass er in einem Werks-Cooper.
Von Cooper erhielt er die Freigabe für Sportwagenrennen, was zu den Erfolgen mit Jaguar führte. Der Sieg 1955 hatte immer einen üblen Beigeschmack: Buebs Teamgefährte Mike Hawthorn (erster britischer F1-Weltmeister 1958 mit Ferrari) zog spät von der Rennlinie Richtung Box, kurz nachdem er den Austin-Healey von Lance Macklin überholt hatte. Macklin wich irritiert nach links aus, daraufhin konnte Mercedes-Fahrer Pierre Levegh die Auffahrkollision nicht verhindern. Der Mercedes stürzte neben die Bahn, 83 Zuschauer und Levegh verloren ihr Leben, die grösste Tragödie im Motorsport.
Bueb blieb vor allem in der Sportwagenszene und trat nur zu wenigen Formel-1-Rennen an: Ausfall in Monaco 1957, Nicht-Qualifikation im gleichen Jahr in England, Ausfall ein Jahr später in Silverstone, Elfter in Deutschland (sein bestes Ergebnis im Grand Prix-Rennwagen), nicht qualifiziert 1959 in Monaco, P13 in England im gleichen Jahr.
Bei der Auvergne-Trophy in Clermont-Ferrand, einem Formel-2-Rennen, überschlug sich sein Cooper, der Fahrer wurde aus dem Cockpit geschleudert. Sechs Tage später erlag Bueb seinen schweren Verletzungen.
Sein Pistenrivale Jimmy Ebdon sagte bei der Trauerfeier: «Ivor war ein ruhiger und sensibler Mensch. Selbst bei seinen grössten Erfolgen blieb er immer bescheiden und sich selber treu.»
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