Unser neues Rätsel Racing-Raritäten: Ein echter Allrounder der 60er
Das Rätsel Racing-Raritäten zeigt einen der grossen Allround-Racer der 60er Jahre. Wer ist auf diesem Bild zu sehen? Wo und wann wurde dieses Foto aufgenommen? Machen auch Sie mit!
Meist aus dem Archiv unserer Foto-Partner XPB und Grand Prix Photo stellen wir jede Woche ab Dienstag ein kleines Stück Motorsport-Historie vor. Sagen Sie uns, wer zu erkennen ist (Beispiel: Jo Siffert, Monza, 1970) und rätseln Sie um die Ehre mit – zu gewinnen gibt es nichts. Schicken Sie Ihre Lösung an: mathias.brunner@speedweek.com. Einsendeschluss ist Sonntag der laufenden Woche, um 24.00 Uhr.
Die Teilnahme ist kostenlos. Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren. Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen sind ausgeschlossen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die im Rahmen des Rätsels übermittelten Daten werden ausschliesslich zur Durchführung verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Für das neue Rätsel gilt der Tipp: Das ist einer der grossen Allround-Rennfahrer der 60er Jahre.
Unser Hinweis für die letzte Aufgabe lautete: Dieser Fahrer rückte mit einem berühmten Namen aus. Zu sehen ist Rikky von Opel, der einzige Formel-1-Fahrer, der für das Fürstentum Liechtenstein antrat, mit seinem Brabham-Ford in Zandvoort 1974, hinter ihm ist Clay Regazzoni im Ferrari zu sehen.
Frederick "Rikky" von Opel – Urenkel von Firmengründer Adam Opel – wurde zwar in New York geboren, hatte aber einen Liechtensteiner Pass und ist damit bis heute der einzige Formel-1-Pilot aus dem kleinen Land. Er begann seine Rennkarriere unter dem Pseudonym Antonio Bronco, doch als er mit dem Gewinn einer britischen Formel-3-Meisterschaft 1972 bewiesen hatte, dass er durchaus Autofahren konnte, war Bronco schon längst in Pension geschickt und durch den richtigen Namen ersetzt.
1972 schlug von Opel auf dem Weg zum Titel immerhin jenen Tony Brise, der Jahre später als kommender GP-Sieger galt und der zusammen mit Graham Hill 1975 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam.
Von Opel und sein Vermögen standen hinter dem Formel-1-Projekt des früheren Rennfahrers Morris (Mo) Nunn, der mit ihm 1973 in den GP-Sport aufstieg. Von Opel und Nunn schlugen sich mit dem Modell MN01 (N173) tapfer, für 1974 wurde der N174 (oder MN02) gebaut, doch nach einem katastrophal schlechten Training in Argentinien verliess von Opel das Team Knall auf Fall.
Die Meinungen über den Ensign N173 gingen auseinander. Die eher einfache Konstruktion mit der niedrigen Front und der weit nach oben gezogenen Cockpit-Einfassung erzeugte einen eher klobigen Eindruck. Der wurde durch die hohe und lange Lufthutze und den wuchtigen Heckflügel noch verstärkt. Ein dunkles "British Racing Green" mit gelben Zierstreifen hingegen wirkten wirklich adrett. Schön war halt – die Autos der 70er Jahre sahen markant unterschiedlich aus. Über Rang 13 in England kam der Rennstall aber nicht hinaus.
Nunn sollte bis 1982 mit Ensign in der Formel 1 bleiben, später verkaufte er seine Team-Anteile an Teddy Yip und ging in die USA. Dort eroberte Nunn als Renningenieur von Emerson Fittipaldi (Patrick Racing) sowie von Alex Zanardi und Juan Pablo Montoya (Chip Ganassi Racing) einen CART-Titel nach dem anderen.
Und von Opel? Er ersetzte 1974 im Brabham-Werksteam Richard Robarts (der kein Geld mehr hatte). Von Opel wurde in Schweden und den Niederlanden jeweils Neunter (seine besten Formel-1-Ergebnisse), nach einer Nichtqualifikation in Frankreich hängte er mit 26 Jahren den Helm an den Nagel. Sein Cockpit ging an den talentierten Carlos Pace aus Brasilien.
Über das spätere Leben von Opels ist fast nichts bekannt. Er lebte eine Weile in den USA und soll sich heute als buddhistischer Mönch in Thailand aufhalten. Das einzige Verbindungsstück zu seiner Vergangenheit – ein Postfach.
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