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Yuki Tsunoda (AlphaTauri): Keine Angst vor Fehlern

​Der fleissige Grand-Prix-Debütant Yuki Tsunoda sammelt weiter Formel-1-Kilometer. Derzeit fährt der 20jährige Japaner in Misano einen 2019er GP-Renner. Er sagt: «Ich habe keine Angst vor Fehlern.»

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Die Formel-1-Lehre von Yuki Tsunoda geht in dieser Woche in Misano weiter. Auf der italienischen Rennstrecke in der Provinz Rimini pilotiert der Formel-2-Gesamtdritte einen zwei Jahre alten GP-Renner von AlphaTauri, Modell Toro Rosso STR14-Honda. Es geht darum, dass der erste japanische GP-Stammfahrer seit Kamui Kobayashi 2014 so viele F1-Kilometer als möglich fahren kann vor seiner ersten GP-Saison 2021 – nach zwei Tagen Imola nun zwei Tage Misano. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Formel-1-Wintertests aus nur drei Tagen bestehen werden, eineinhalb für Tsunoda, eineinhalb für Pierre Gasly.

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So sieht sich Tsunoda selber: "Ich merke, dass ich jedes Jahr ein kompletterer Fahrer werden. Bislang habe ich es geschafft, in jeder Rennserie zu gewinnen, in der ich angetreten bin. Am meisten Fortschritte habe ich 2020 in der Formel 2 geschafft. Es war vielleicht meine beste Rennsaison. Ich habe mit einem Mental-Trainer gearbeitet, diese Arbeit hat sich bezahlt gemacht."

"Der Speed war von Anfang an da, aber es hat an Konstanz gemangelt. Zudem war mein Reifen-Management zu Beginn nicht gut genug. Dank harter Arbeit mit meinem Team konnte ich da erheblich zulegen."

Yuki Tsunoda wird in der GP-Saison nicht nur einer von drei Rookies sein (neben Mick Schumacher und Nikita Mazepin bei Haas), der AlphaTauri-Fahrer ist auch der jüngste Pilot im Feld. Der Japaner zeigt sich unbeeindruckt: "Ich werde von Anfang an voll angreifen. Ich habe bewiesen, dass ich anpassungsfähig bin. Und ich scheue mich nicht vor Fehlern. Ich weiss, dass zwischendurch etwas schiefgehen wird, das ist unvermeidlich, wenn du in einer anderen Rennkategorie antrittst. Aber ich habe in der Formel 2 bewiesen: Ich lerne aus meinen Fehlern."

Es ist schon irre: Noch vor fünf Jahren fuhr Yuki Kart, nur mit seinem Vater als Begleiter, und nun werden ihm Dutzende von Fachkräften zur Seite stehen, wenn er in der Königsklasse antritt. Tsunoda meint: "Mein Vater war immer mein Mechaniker, bis ich 15 Jahre alt war. Ich hätte mir keinen besseren Lehrer vorstellen können. Er hat mich vor allem gelehrt, wie man auf der letzten Rille bremst und möglichst viel Schwung in die Kurven mitnimmt. Davon profitiere ich noch heute."

Wenn ein Japaner seine Karriere in Europa fortsetzt, so ist das ein Kulturschock. Welches war die grösste Umstellung für Yuki? Der Japaner sagt: "Das Essen. Oder die Sprache. Am Anfang habe ich in der Schweiz gewohnt, und alle haben nur Französisch gesprochen. Und was das Essen angeht: Ich esse gerne, aber ich musste meine Gewohnheiten ändern. Denn meist war es nicht möglich, japanisch zu essen. Mit der Zeit habe ich mich angepasst, und jetzt ist alles in Butter."

Zum besten oder schlimmsten Moment seiner Karriere meint der japanische Formel-4-Champion von 2018: "Am niederschmetterndsten war mein Honda Junior Driver-Test von 2016. Ich wurde nur Dritter! Und ich wusste: Honda wird nur die ersten Zwei in die Formel 4 hieven. Ich sagte zu meinem Vater: ‚Wenn ich das nicht packe, dann höre ich mit dem Rennsport auf.’ Der Mann, der alles geändert hat, war Satoru Nakajima. Der frühere Formel-1-Fahrer hat den Honda-Verantwortlichen ans Herz gelegt, mich zu befördern. Der schönste Moment war mein Sieg in der Formel 3 in Monza 2019. Denn dank dieser Leistung hat mich Red Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko für 2020 in die Formel 2 geholt. Zudem war es mein erster Sieg in Europa."

Immer wieder fragen Renn-Fans, wie GP-Piloten zu ihren Startnummern kommen. Yuki tritt mit der 22 an, also? Tsunoda erklärt: "Ich bin im Kartsport mit der 11 gefahren, aber die ist in der Formel 1 besetzt, von Sergio Pérez. Also habe ich gesagt: Zwei Mal meine Lieblingsnummer, das passt, und so kam ich auf die 22. Zudem ist früher Jenson Button mit der 22 gefahren, ein Pilot, den ich sehr bewundert habe, als er 2009 Formel-1-Weltmeister geworden ist. Ferner ist Takuma Sato früher in der Königsklasse mit Nummer 22 angetreten. Das ist alles stimmig."

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09. Mai: Barcelona, Spanien

23. Mai: Monte Carlo, Monaco

06. Juni: Baku, Aserbaidschan

13. Juni: Montreal, Kanada

27. Juni: Le Castellet, Frankreich

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18. Juli: Silverstone, Grossbritannien

01. August: Budapest, Ungarn

29. August: Spa, Belgien

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12. September: Monza, Italien

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10. Oktober: Suzuka, Japan

24. Oktober: Austin, USA

31. Oktober: Mexiko-Stadt, Mexiko

07. November: São Paulo, Brasilien

21. November: Melbourne, Australien

05. Dezember: Dschidda, Saudi-Arabien

12. Dezember: Yas Marina, Abu Dhabi

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