Begeistert von der MotoGP: Ex-Formel-1-Teamchef Christian Horner in Jerez
Während sich die GP-Stars auf das Miami-Weekkend vorbereiten, geben die MotoGP-Asse in Jerez Gas. Mit dabei sind der ehemalige Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner und F1-CEO Stefano Domenicali.
Dass die MotoGP auch im Formel-1-Fahrerlager auf grosses Interesse stösst, ist nichts Neues. Unter den Piloten finden sich viele Fans der Zweirad-WM, so ist etwa Weltmeister Lando Norris ein grosser Fan des neunfachen Weltmeisters Valentino Rossi, und auch der siebenfache Weltmeister Lewis Hamilton ist ein erklärter Fan der Motorrad-WM, genauso wie Pierre Gasly, der sich Anteile am Red Bull KTM Tech3 Team gesichert hat.
Bei diesem schwingt mit Günther Steiner als CEO ein weiterer Formel-1-Promi das Zepter, der frühere Haas-Teamchef gehört zur Investorengruppe, die den Rennstall übernommen hat. Der Südtiroler begründete dies mit dem Wunsch, sich einer neuen Herausforderung zu stellen. Diese habe er nach seinem Formel-1-Abgang gesucht – und in der MotoGP gefunden.
Bekommt der Publikumsliebling der Netflix-F1-Doku «Drive to Survive» bald Gesellschaft von einem weiteren Ex-F1-Teamchef? Diese Frage stellten sich einige angesichts des Besuchs von Christian Horner im Fahrerlager von Jerez. Der langjährige Red Bull Racing-Teamchef ist gemeinsam mit F1-CEO Stefano Domenicali zu Gast, er schaute in der Box des Honda-Werksteams vorbei und stellte sich während des zweiten Trainings auch den Fragen von MotoGP-Boxenreporter Jack Appleyard.
Dieser wollte von Horner wissen, ob dieser auch mit einer aktiven Rolle bei den Zweirad-Helden liebäugle. Doch der Brite liess sich nicht in die Karten blicken. Er schwärmte unverbindlich: «Es sind grossartige Rennen, es ist eine grossartige Show. Die Fahrer sind unglaublich, die Motorräder sind unglaublich. Erst wenn man es live sieht, weiss man zu schätzen, wie wahnsinnig diese Maschinen sind.»
Christian Horner: Letzter MotoGP-Besuch ist lange her
Und Horner erwähnte auch die neuen Besitzverhältnisse, denn der US-Medienkonzern «Liberty Media», das bereits die Rechte an der Formel 1 hält, hat auch die MotoGP übernommen. «Ich glaube, dass dieser Sport so viel zu bieten hat. Hoffentlich können die Leute von Liberty Media mit ihrer Erfahrung in der Formel 1 davon profitieren. Ich weiss, dass Stefano Domenicali sehr engagiert ist – ich bin heute hier mit ihm. Da wird es sicher einige Synergieeffekte geben.»
Seinen Besuch begründete der 52-Jährige folgendermassen: «Nun, ich war schon immer ein grosser Fan der MotoGP, und da ich gerade etwas Zeit habe, dachte ich, es wäre eine gute Gelegenheit, hierher zu kommen und mir die Meisterschaft anzusehen.» Und er ergänzte: «Es ist toll, die Motorräder zu sehen und zu beobachten, wie sie sich weiterentwickelt haben. Ich war, glaube ich, zuletzt 2005 in Estoril bei einem MotoGP-Rennen, es ist also schon eine Weile her. Ich finde, es ist eine wirklich interessante Zeit für die MotoGP. Auch sie durchläuft unter neuer Eigentümerschaft eine Phase des Wandels. Deshalb wollte ich hierherkommen und mir selbst ein Bild davon machen.»
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