Erst Pech, dann Sturz: WM-Leader Bezzecchi zu Katastrophenstart und Abflug
Einem guten Qualifying folgte ein MotoGP-Sprint zum Vergessen. Marco Bezzecchi berichtete von seiner Nullnummer und wie er gleich zu Beginn durchgereicht wurde. Dem Sieger zollte «Bezz» Respekt.
Auf trockener Strecke hatte sich Marco Bezzecchi mit Platz 3 als bester Nicht-Ducati-Pilot gut verkauft und auch im nassen Qualifying lieferte der WM-Führende mit Startplatz 4. Doch in dem Moment, als in Jerez der Sprint über 12 Runden gestartet wurde, lief es schlecht. Aus zunächst unerklärlichem Grund schien die schwarze Werks-Aprilia am Start kurz auf der Stelle zu stehen. Genug Zeit, um Bezzecchi durchzureichen. Den ersten Sektor erreichte der aus Reihe 2 losgefahrene Bezzecchi nur auf Position 17. In den folgenden acht Runden machte Bezzecchi energisch Boden gut, doch auf Position 10 angekommen, war die Aufholjagd beendet. In Kurve 2 rutschte Bezzecchi unter der RS-GP liegend ins Kiesbett.
Bevor Bezzecchi auf seinen Abflug kommentierte, ging es über den überaus schlechten Rennstart. «Ich wusste zunächst nicht, was los war – aber inzwischen hat uns ein Video Aufklärung verschafft. Alex Marquez hatte sich in der letzten Kurve noch eine Visierfolie abgezogen. Die hat sich dann in meinem Verkleidungsbug verfangen. Und am Startplatz ist sie unter die Hinterreifen gekommen. Ich hatte also erst einmal null Haftung», so Bezzecchi.
Und zum Ende des Rennens im Kies, nachdem Bezzecchi bereits auf Regenreifen gewechselt hatte: «Ich hatte in der Bremse zu wenig Temperatur. Ich habe in der Boxengasse probiert, die Bremse zu erwärmen, auch in der Kurve 1. In Kurve 2 ist es dann passiert, die Haftung war schlagartig weg. Ich habe mich am Bike festgeklammert, wollte weitermachen, aber es war nicht möglich. Kein gutes Gefühl – aber das ist immer, wenn man ein Rennen fährt, in dem man nicht mitkämpfen kann oder zu Boden geht.»
Angesprochen auf glückliche Motorrad-Wechselmanöver des späteren Siegers Marc Marquez hatte Bezzecchi eine klare Antwort: «An Glück glaube ich nicht. Marc war clever – und vor allem war er besser als wir. Er hat einen Fehler gemacht, aber auch richtig reagiert, mit Glück hatte das nichts zu tun.»
Mit Blick auf die MotoGP-Tabelle kam Marco Bezzecchi glimpflich davon. Denn die beiden direkten Verfolger Jorge Martin und Pedro Acosta gingen im Sprint von Jerez ebenfalls leer aus Marc Marquez verkürzte um 12 Punkte, liegt als Vierter aber immerhin noch 24 Punkte hinter dem Spitzenreiter aus Rimini.
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