Zweiter Nuller in Folge! Harter WM-Rückschlag für George Russell in Monaco
George Russells Pechsträhne fand in Monaco kein Ende. Der Mercedes-Pilot ging ein zweites Mal in Folge leer aus, während sein Teamkollege Kimi Antonelli mit dem Sieg seine WM-Führung ausbauen konnte.
So hatte sich George Russell das Rennwochenende in seiner Wahlheimat Monte Carlo nicht vorgestellt: Der Brite hatte nach seinem unverschuldeten Aus im Kanada-GP – die Batterie seiner Antriebseinheit verweigerte den Dienst – die Hoffnung, seinen WM-Rückstand auf seinen Teamkollegen und ärgsten Titelgegner Kimi Antonelli beim berühmten Strassenrennen der Welt zu verkürzen. Stattdessen musste er eine weitere bittere Pille schlucken.
Denn während er gleich zwei Strafen kassierte und am Ende leer ausging, konnte Antonelli seinen fünften Sieg in Folge feiern und seine WM-Führung ausbauen. Russell musste sogar die Schmach hinnehmen, den zweiten Tabellenrang an seinen früheren Stallgefährten Lewis Hamilton zu verlieren, weil dieser die Ziellinie als Zweiter gekreuzt hatte. Eine der Strafen kassierte Russell für das Überschreiten des Tempolimits in der Boxengasse, ein weiteres Mal wurde er bestraft, weil das Team beim Ableisten der ersten Strafe einen Fehler gemacht hatte.
«Ich bin am Boden zerstört. Ich bin mehr als nur frustriert. Ich habe Mühe zu begreifen, was hier gerade vor sich geht. Das Team hat mir gesagt, dass ich in der Boxengasse nichts falsch gemacht habe. Ich habe den Knopf für den Tempo-Limiter vor der Einfahrt in die Boxengasse betätigt und nach der Ausfahrt wieder losgelassen, aber es gab ein Software-Problem», schilderte der sichtlich niedergeschlagene Sternfahrer.
Die 5-sec-Strafe sei «nicht ideal» gewesen, doch die Strafe, die es fürs verpatzte Ableisten derselben gegeben habe, stehe in keinem Verhältnis zum Vergehen, betonte Russell. «Ich bin von Platz 3 auf null Punkte zurückgefallen», jammerte er weiter. Und auf die Frage, ob er trotzdem etwas Positives aus dem Rennen herausholen könne, sagte er versöhnlich: «Ich weiss, dass ich gut dabei bin, wenn alles glatt läuft.»
Der 28-Jährige zählte daraufhin auf: «Ich habe zwei der drei Sprints für mich entschieden, auch den Saisonauftakt in Melbourne und in Kanada lag ich in Führung, bevor die Technik den Dienst verweigerte. In Japan war ich auch in Führung, als mir das Safety-Car einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Und heute hätte ich auch auf dem Podest landen können.»
Und Russell gestand: «Ich weiss, dass alles möglich ist, und ich habe mein Selbstvertrauen nicht verloren. Ja, gestern war ein wirklich schlechter Tag für mich, aber ich hätte das Rennen dennoch auf dem Podest beenden können. Alle anderen Faktoren – ich wünschte, ich könnte die Schuld für einige Dinge auf mich nehmen, etwa, wenn der Ausfall in Kanada auf einen zu wilden Ritt über die Randsteine zurückzuführen wäre, oder wenn ich den Knopf für den Tempo-Limiter falsch gedrückt hätte. Aber wenn es komplett ausserhalb deiner Kontrolle liegt, dann ist das schwer zu schlucken.»
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