Toto Wolff (Mercedes) nach Podium: «Wir hätten es besser machen müssen»
Nach Platz 3 und 7 in Ungarn zeigt sich Mercedes-Teamchef Toto Wolff selbstkritisch. Der Österreicher sagt: Antonelli hätte Zweiter werden können. Und das war bei George Russells Start los.
Ein Grand Prix der gemischten Gefühle bei Mercedes! George Russell hatte beim Start enorme Probleme, kam nicht aus seiner Startbox raus und fiel auf den vorletzten Platz zurück. Probleme mit dem Anti-Stall-System, alles blockierte! Doch Kimi Antonelli, der wegen einer Strafe nur von Platz 7 ins Rennen, schaffte es aufs Podium.
Das war bei Russell los
Teamchef Toto Wolff nach dem Rennen: «Wie es aussieht, hatten wir wieder ein Problem bei George. Er hat anscheinend etwa 10 Prozent Gas gegeben, und das Ganze ist auf Höchstdrehzahl hochgedreht. Als er vom Gas ging, ist der Motor ins Stocken geraten.»
Der Österreicher über Russell: «Ich bin natürlich nicht glücklich darüber, dass so viele Fehler passiert sind. Er ist sehr gut gefahren, hat sich mühelos durch den Verkehr geschlängelt und damit, glaube ich, die maximale Punktzahl rausgeholt, die er hätte aufholen können.» Russell wurde am Ende immerhin beachtlicher Siebter (von Startplatz 6).
Wolff sieht Verbesserungspotenzial
Wolff: «Das ganze Wochenende war nicht gerade toll. Hätte man mir also vor dem Rennen gesagt, dass wir mit Kimi einen Podiumsplatz erreichen können, hätte ich sofort zugestimmt. Aber wenn ich jetzt zurückblicke, dominiert das Gefühl, dass wir es besser hätten machen müssen – das gilt aus Sicht des Teams.» Also nicht für die Fahrer.
Antonelli hätte Zweiter werden können
Wolff: «Wir hatten wieder Pech mit dem Virtuellen Safety-Car.» Das kam direkt nach den Boxenstopps der beiden Fahrer. Wolff über Antonelli: «Es hätte ein zweiter Platz werden können. Hätten wir ein fehlerfreies Wochenende gehabt, hätten wir meiner Meinung nach um den Sieg gekämpft oder zumindest zwei Autos auf dem Podium gehabt.»
Wolff nimmt seine Fahrer ausdrücklich in Schutz: «Den Fahrern kann man heute nichts vorwerfen. Kimis Verteidigung gegen Lewis (Hamilton, Anm.) war brillant. Brillantes Fahrkönnen! Und dasselbe gilt für George. Ich glaube, er hat zu Beginn im Verkehr zehn Autos hinter sich gelassen. Aber wir wussten, dass es sehr schwierig werden würde. Die Fahrer haben heute also wirklich gute Arbeit geleistet.»
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