Oscar Piastri (McLaren) nach Ramm- und Getriebe-Aus: Da war ich stinksauer!
Oscar Piastri vom Pech verfolgt: Der McLaren-Pilot wurde erst von Carlos Sainz gerammt, verlor so die Führung. Und dann versagte auch noch sein Getriebe. Die erste Saisonhälfte endete am Streckenrand.
Was für ein bitteres Renn-Ende für Oscar Piastri! Für den McLaren-Pilot kam an diesem Wochenende wirklich alles zusammen: Im Qualifying wurde er von Lewis Hamilton auf seiner schnellen Runde behindert. Im Rennen wurde er vom überrundeten Carlos Sainz getroffen – und dann fiel auch noch sein Getriebe aus. Der Ungarn-GP War für den Australier nach 56 Runden beendet.
Dabei fing doch alles so schön an! Piastri war als Dritter ins Rennen gestartet, hatte die Startbox direkt hinter seinem Teamkollegen Lando Norris auf der Pole. Qualifiziert hatte er sich auf P5, aber durch die Strafen für Lewis Hamilton und Kimi Antonelli rutschte er hoch. Direkt nach dem Start zog er dann an Norris und Charles Leclerc (2./Ferrari) vorbei, lag plötzlich in Führung!
Piastri nach dem Rennen: «Der Start war gut, die erste Runde war sehr gut. Danach ging es dann ziemlich bergab. Ich hatte das Gefühl, dass ich alles richtig gemacht habe. Ich denke, der erste Stint auf den Medium-Reifen war okay, aber auf den harten Reifen lief es überhaupt nicht. Die Tatsache, dass ich heute die Hälfte des Rennens angeführt habe, obwohl es so schwierig war, ist zumindest ein kleiner Pluspunkt.»
Das Problem fuhr auf der Strecke neben ihm: Carlos Sainz im Williams wurde überrundet – und der Spanier kollidierte in Runde 39 mit Piastri! Sainz bekam eine 5-Sekunden-Strafe – aber Piastri verlor dabei seine Führung. Der Aussie war nämlich früh zum Stopp gekommen, krachte dann mit Sainz zusammen, sodass Norris bei seinem späteren Stopp vor Piastri rauskam.
Piastri resigniert: «Es lag eher daran, dass ich von einem überrundeten Auto gerammt wurde. Ich glaube, mein Boxenstopp-Timing war in Ordnung. Wir wollten Hamilton abdecken, was völlig normal war. Wäre ich nicht gerammt worden, wäre ich immer noch vor Lando gewesen. Von dieser Seite her war also alles in Ordnung. In dem Moment war ich unglaublich genervt. Eigentlich ist ‚genervt‘ nicht das Wort, das ich verwenden würde, aber es gab eine ganze Reihe anderer, die ich verwenden würde.» Die sagt er aber lieber nicht laut.
Piastri: «Als Lando vor mir herauskam, wusste ich, dass ich nicht das Tempo hatte, um ihn anzugreifen. Ich wusste also, dass meine Chancen auf den Sieg ab diesem Zeitpunkt dahin waren. In dem Moment war ich stinksauer, dass ich die Führung im Rennen verloren hatte, aber das war nicht die Schuld des Teams.»
Und dann versagte auch noch sein Getriebe. Feierabend in Runde 56 von 70. Piastri: «Was das Getriebe angeht: Ich weiß nicht, was kaputt gegangen ist, aber ich habe alle Gänge verloren.»
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