Eine Legende stirbt: Yamaha stellt die Produktion der R6 endgültig ein
Nach 27 Jahren sind die Tage der Yamaha R6 gezählt. Das erfolgreichste Supersport-Motorrad hat mit der R9 seinen Nachfolger und rollt 2027 ein letztes Mal vom Band.
Die Yamaha R6 ist Opfer ihres eigenen Erfolgs geworden. Weil die Supersport-WM immer mehr zum Yamaha-Cup verkommen war, entschieden sich FIM und Dorna zur Öffnung des Reglements für Motorräder mit größerem Hubraum. Seit 2022 gibt es das ‹Next-Generation-Reglement›, das den Einsatz von Motorrädern wie der Ducati V2, MV Agusta F3 800 und der Triumph Street Triple 765 RS erlaubt.
Im ersten Jahr der neuen Regel gewann Dominique Aegerter den letzten Supersport-WM-Titel mit der R6 und eines traditionellen 600er-Motorrades!
Mit der Yamaha R9 hat die R6 ihre Daseinsberechtigung verloren
Aber schon ab 2021 wurde die R6 von Yamaha nur noch als reines Rennstreckenmodell angeboten, was auch mit der Abgasnorm Euro 5 zusammenhing. Mit Einführung der R9 als neuem Supersport-Motorrad 2025 wurde die R6 in der Weltmeisterschaft nicht mehr eingesetzt, wodurch das Race-Modell der R6 seine Daseinsberechtigung verlor.
Dennoch rollte sich in Japan weiterhin vom Band. Die sinkende Nachfrage hat nun eine Konsequenz: Das erfolgreichste Supersport-Motorrad ist nur noch bis 31. August 2026 über Yamaha-Händler bestellbar; die letzte Auslieferung erfolgt 2027.
Das Angebot richtet sich dem Vernehmen nach vornehmlich an japanische Kunden. Interessenten außerhalb Japans müssen auf Restkontingente hoffen.
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