Gerhard Berger überzeugt: Formel-1-WM-Fight bleibt bis zum Schluss spannend
Kimi Antonelli ist mit einem Vorsprung von und 59 WM-Zähler auf seinen Teamkollegen George Russell in die Sommerpause gegangen. Dennoch glaubt Gerhard Berger: Der WM-Fight ist noch lange nicht vorbei.
Die ersten elf Formel-1-Rennwochenenden der diesjährigen Formel-1-Saison sind Geschichte und der Blick in die WM-Tabelle zeigt, wie gut sich Kimi Antonelli im bisherigen WM-Fight geschlagen hat. Der Teenager aus dem Mercedes-Team wurde vor dem Saisonstart nicht als Favorit für den Titel gehandelt, schliesslich bestreitet er erst seine zweite Saison im GP-Zirkus.
Vielmehr setzten die Buchmacher auf einen Gesamtsieg seines Teamkollegen George Russell, der bereits seit 2019 in der Königsklasse Gas gibt und folglich sein achtes GP-Jahr absolviert. Doch der Brite wurde oft vom Pech verfolgt, auch deshalb fehlen ihm 59 WM-Zähler auf seinen Teamkollegen, der die Fahrer-Tabelle anführt.
Russell ist damit noch nicht einmal der erste Verfolger des schnellen Italieners, das ist vielmehr dessen Vorgänger bei Mercedes, Lewis Hamilton, der im Ferrari 50 Punkte weniger gesammelt hat als der Ausnahmekönner aus Bologna. Ist der WM-Fight damit schon entschieden? Diese Frage stellten die Kollegen der offiziellen Formel-1-Website mehreren GP-Legenden, darunter auch Gerhard Berger.
Gerhard Berger würde nicht auf den WM-Ausgang wetten
Und der Tiroler sagt: «Das ist die Formel 1 und wenn du in einem Top-Team fährst, dann hast du es immer mit einem Teamkollegen zu tun, der schnell aufsteigt. Ich bin mir sicher, dass sich auch Lewis Hamilton manchmal einen anderen Stallgefährten wünscht als Charles Leclerc, was den Speed angeht. George hat einen Weckruf von Antonelli erhalten, und Antonelli scheint zweifelsohne ein ziemlich spezieller Fahrer zu sein. Er gibt richtig Gas, und ich kann erkennen, dass er am Limit ist.»
Er würde kein Geld auf einen der beiden Titelkandidaten wetten, verrät der 66-jährige GP-Veteran, der in seiner GP-Karriere 210 Formel-1-Starts absolviert und zehn GP-Siege erobert hat. «Einer ist der junge Wilde, der Risiken eingeht, der andere hat viel mehr Erfahrung und wird deshalb den Ball zurückspielen. Im vergangenen Jahr deutete zunächst auch alles darauf hin, dass Oscar Piastri Lando Norris schlagen würde, aber Norris konnte das Blatt wenden und den Titel holen. In der Formel 1 ist alles offen, und das wird es auch bis zum Schluss bleiben», ist sich Berger sicher.
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