IDM Supersport
Euro Moto-Pilot Leon Orgis geht nun auch in der EWC fremd
Seine erste komplette IDM Superbike-Saison (2025) beendete Leon Orgis auf Gesamtrang 10. In diese Richtung soll es auch in der Euro Moto gehen. Zuvor debütiert er in Le Mans bei der Langstrecken-WM.
Nach etlichen Jahren in diversen spanischen Nachwuchsserien bis hin zur dort ausgetragenen Moto2-/Superstock-EM kehrten Kevin und Leon Orgis 2023 in die IDM zurück. Nach einem Jahr in der IDM Supersport kam Leon Orgis, der Jüngere des Bruderpaares aus dem sächsischen Arnsdorf, etwas überraschend zum Job eines Yamaha-Superbike-Testfahrers.
Diesen war er allerdings schneller wieder los, als er ihn, auf Grund struktureller Neuausrichtungen des Herstellers mit den gekreuzten Stimmgabeln im Logo, bekommen hatte. Somit kehrte er 2025 ins Familien-eigene ORM Racing Team zurück und trat an der Seite seines Bruders mit jener ‚alten‘ BMW in der IDM Superbike an, mit der Kevin 2023 den Pro Superstock 1000 Cup gewann und in seinem ersten IDM Superbike-Jahr 2024 Gesamt-16. geworden war. Am Saisonende 2025 sprang für Leon Gesamtrang 10 heraus.
Mit reichlich Abstand blickte er beim jüngsten Gespräch mit SPEEDWEEK.com zunächst mit folgenden Worten darauf zurück. «Ich bin ohne wirkliche Ziele in die Saison gestartet und habe mehr auf Einzelergebnisse geschaut. Klar war mein grobes Ziel, die Top-10 zu erreichen, was in dem starken Fahrerfeld schwer war. Hinzu kam, dass ich noch mit dem 2023er-Modell unterwegs war. Wir haben aber schnell gemerkt, dass die BMW ganz gut zu mir passt und ich schnell auf gute Zeiten kam. Beim Auftakt in Oschersleben konnte ich gleich einen Top-5-Platz einfahren.»
Dass es am Ende ‚nur‘, aber dennoch der ehrenwerte zehnte Rang wurde, begründet Leon Orgis mit ein paar technischen sowie physischen Problemen. Weiterhin meinte er: «Dennoch war es ein sehr nützliches erstes Jahr, auf das ich in diesem Jahr aufbauen will.» Dazu steht ihm nun auch die aktuelle (2025er) Version der BMW M 1000 RR zur Verfügung.
EWC-Anruf aus Frankreich
Über den Winter hielten sich die Orgis-Brothers dank der vom ADAC Sachsen geschaffenen Möglichkeiten mit Elektro-Pit-Bike-Training in der Karthalle der Arena E in Mülsen fit. Dabei waren beide in Doppelfunktion unterwegs. Einerseits trainierten sie für sich persönlich, andererseits waren sie als Trainer für den Mini-Bike-Nachwuchs ihres Stammclubs AMC Sachsenring tätig. Nach bisher erst einem echten Test in Valencia kam es nun überraschend zu weiteren Echtzeit-Praxisübungen.
Dazu klärt Leon Orgis auf: «Vor einigen Tagen bekam ich einen Anruf, ob ich nach dem Ausfall von zwei Fahrern bei einem französischen Team bei diesem bei den 24 Stunden von Le Mans antreten möchte. Da wir im gleichen Zeitraum unseren nächsten Test in Brno geplant hatten, meinte ich, dass es nur Sinn machen würde, wenn auch Kevin in Le Mans fahren könnte. Somit sind wir nun zusammen für das Team Players mit einer Kawasaki in der Superstock-Klasse dort im Einsatz. Wir sind gerade von diesem Pre-Le-Mans-Test zurück und konnten somit weitere Kilometer sammeln.»
Der Saisonauftakt zur EWC-Langstrecken-WM erfolgt am 18./19. April. Vorm Saisoneinstand und gleichzeitig der Premierenveranstaltung der Euro Moto vom 8. bis 10. Mai auf dem Sachsenring will man in Oschersleben noch einmal testen.
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