Jenson Button: Lewis Hamilton? So gross ist Ferrari-Siegchance Silverstone
Lewis Hamilton hat seinen Heim-GP in Silverstone schon neun Mal gewinnen können: Rekord. Sein früherer McLaren-Teamgefährte und Weltmeister Jenson Button spricht über die Aussichten mit Ferrari.
Lewis Hamilton ist mit Ferrari gerade rechtzeitig in Schwung gekommen: Der siebenfache Weltmeister zeigt starke Leistungen, mit dem Highlight des Sieges in Barcelona, zuletzt in Spielberg musste sich der 41-Jährige mit Rang 5 begnügen. Dies nach zweiten Rängen in Montreal und Monaco sowie des erwähnten Triumphs in Katalonien.
Beim Heim-GP von Silverstone hat Lewis schon neun Mal triumphieren können, zuletzt 2024 mit Mercedes. Hamiltons frühere McLaren-Stallgefährte Jenson Button hat die Chancen seines Landsmannes als GP-Experte für die britische Sky eingeschätzt.
Button, mit BrawnGP 2009 Formel-1-Weltmeister geworden, sagt: «Lewis kann mit viel Selbstvertrauen nach Silverstone reisen. Gut, im letzten Rennen lief es nicht nach seinen Wünschen, aber das lag nicht an ihm. Das Ferrari-Paket hat einfach nicht gestimmt.»
«Vergleicht man ihn mit seinem Teamkollegen Charles Leclerc, dessen Speed unbestritten ist, dann war Lewis wieder überlegen. Er konnte die Reifen am Start des Rennens viel besser schonen und hatte solides Tempo, was Leclerc nicht hatte.»
«Ich kann mir gut vorstellen, Lewis wird mit dem Ergebnis von Österreich nicht zufrieden sein, aber er weiss, dass er das Maximum herausgeholt hat. Das ist der alte Lewis, wie wir ihn jahrelang kannten – er holt alles aus dem Wagen, und das ist wirklich schön zu sehen.»
«Er wird zuversichtlich sein, wenn es zum Heimrennen geht, wo die Temperaturen etwas niedriger sind. Denn der Ferrari ist aerodynamisch ziemlich gut. Silverstone ist in erster Linie eine Power-Strecke, aber man muss trotzdem die Geschwindigkeit durch die Kurven auf die Geraden mitnehmen. Ich glaube, Lewis hat die Zuversicht, dass er in Silverstone eine Siegchance hat.»
Wieso ist Hamilton in Silverston in der Regel so stark? Button weiss: «Lewis mag ein Auto, das ‘on the nose’ ist, wie wir das nennen. Will heissen: einen Rennwagen, der knackig einlenkt und dessen Vorderachse dem Piloten ganz viel Gefühl gibt. Die Folge ist oft ein ziemlich unruhiges Heck, aber damit kann Lewis gut leben.»
«Ein Auto mit genau solchen Eigenschaften brauchst du in Silverstone, man muss das Tempo durch die Highspeed-Abschnitte der Strecke halten können, aber auch schnelle Richtungswechsel bewältigen. Das ist genau nach der Kragenweite von Lewis.»
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