Bald-Weltmeister Kimi Antonelli selbstkritisch: Das will er noch verbessern
Kimi Antonelli krönt sich aller Wahrscheinlichkeit nach am Sonntag zum Weltmeister. Der Formel-1-Pilot ist trotz der starken Saison erfrischend selbstkritisch. Was der Mercedes-Mann verbessern will.
Nach dem Sieg in Austin können wir Kimi Antonelli wohl mit gutem Gewissen als «Bald-Weltmeister» bezeichnen. Dem Mercedes-Piloten fehlen nur noch zwei Punkte, um seinen ersten WM-Titel auch rechnerisch festzuzurren.
Den ersten Titel-Matchball in Austin verpasste Antonelli knapp, weil George Russell (Mercedes) und Lewis Hamilton (Ferrari) zu weit vorne landen. In Mexiko ist die Titel-Rechnung nun deutlich einfacher: Platz 9 oder höher für Antonelli – und er ist der jüngste Weltmeister in der Geschichte der Formel 1 (
Weltmeister in seiner zweiten Formel-1-Saison? Wow! Die hohen Ansprüche an ihn – Antonelli startete ja schließlich als Hamilton-Nachfolger bei Mercedes – übertraf der inzwischen 20-jährige Italiener noch mal. Trotzdem ist der junge Racer erfrischend selbstkritisch.
Bald-F1-Weltmeister Kimi Antonelli selbstkritisch
Antonelli: «Diese Saison bisher war auf jeden Fall eine positive Überraschung. Natürlich ist sie noch nicht vorbei. Es stehen noch ein paar Rennen an, bei denen ich einfach gut abschneiden und weiterhin um Siege kämpfen möchte. Es wäre schön, die Saison mit einem Höhepunkt abzuschließen. Aber ja, wenn ich auf die Saison zurückblicke, gibt es definitiv noch Dinge, an denen ich arbeiten und die ich verbessern muss – sei es meine mentale Einstellung in bestimmten Situationen oder die Art und Weise, wie ich mit einigen Szenarien umgehe. Am Ende der Saison werde ich sicherlich mehr Zeit haben, um zurückzublicken: Was ist gut gelaufen, was hätte besser sein können? Aber auf jeden Fall war es bisher eine sehr konstante Saison, und wir werden versuchen, das bis zum Ende so beizubehalten.»
Antonelli nennt direkt ein paar Beispiele: «Zunächst einmal der Fehler im dritten freien Training in Australien. In Japan hatte ich einen schlechten Start. Dann auch noch in Miami, beim Sprintrennen, wo ich durch das Überschreiten der Streckenbegrenzungen ebenfalls Punkte verschenkt habe. Ja, die Streckenbegrenzungen waren für mich das größte Problem.» Im Austin-GP (wo traditionell viele Track-Limit-Verstöße begangen werden) überfuhr er nur einmal die Streckenbegrenzung.
Antonelli: «Diese Art von Situationen… und auch bei einigen Qualifikationsläufen bin ich einfach nicht mit der richtigen Einstellung an den Start gegangen. Also, ja, ich muss einfach dafür sorgen, dass ich mich in diesen Bereichen verbessere.» Ganz so falsch kann die Einstellung allerdings nicht gewesen sein...
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