George Russell (Mercedes): Strafe «lächerlich», Zittern um Platz 2
Nach einem enttäuschenden Formel-1-Wochenende in Austin muss Mercedes-Pilot George Russell um die Vize-WM zittern. Doch der Brite sagt resigniert: Platz 2 in der WM bedeutet ihm sowieso nichts.
Es hätte George Russells Jahr werden können – aber 2026 ist nun das Jahr von Kimi Antonelli. Der WM-Titel ist dem jungen Italiener kaum noch zu nehmen. Sofern nichts völlig Verrücktes passiert, macht Antonelli die WM am Sonntag in Mexiko auch rechnerisch klar (
Russell muss um Vize-F1-WM zittern
Antonellis Teamkollege George Russell wurde in Austin nur Achter. Damit muss der Brite jetzt sogar um die Vize-WM zittern. Russell, der mit einem Sieg in Melbourne so stark in die Saison 2026 gestartet war und als WM-Favorit gehandelt wurde, droht nun, im Gesamtklassement abzurutschen. Nach dem US-GP ist Russell nur noch einen Punkt vor seinem Ex-Teamkollegen, dem jetzigen Ferrari-Piloten Lewis Hamilton. Und auch dahinter lauert in Schlagdistanz die Konkurrenz: Nur sechs Punkte hinter Russell liegt Max Verstappen (Red Bull Racing), neun Punkte hinter Russell steht Charles Leclerc (Ferrari). Lando Norris (McLaren) ist WM-Sechster und etwas abgeschlagen, aber mit 211 vs. 242 Punkten auch noch nicht aus dem Rennen.
Nach dem Rennen in Austin sagte Russell resigniert: «So lange wir die Konstrukteurs-WM gewinnen... Das ist die Hauptsache.» Da hat Mercedes 133 Punkte Vorsprung auf Ferrari. 215 Punkte sind noch maximal für ein Team offen (mit fünfmal je Platz 1 und 2). Rein rechnerisch ist das also noch nicht fix. Die Chancen stehen aber sehr gut.
Mercedes-Pilot Russell: Platz 2 bedeutet nichts
Russell: «Ich würde natürlich gern als ‚Best of the Rest‘ die Saison abschließen, aber Platz 2, Platz 3, Platz 5 ist nicht Weltmeister, also bedeutet es nichts.»
Russell findet Strafe lächerlich
Zu seinem Rennen in Austin – er war als Sechster gestartet und als Achter ins Ziel gekommen, musste unterwegs noch eine Zeitstrafe hinnehmen, weil er die Strecke verlassen hatte und sich so einen Vorteil verschafft hatte – sagte Russell: «Sechs gute Runden und 50 schlechte Runden. Ich muss verstehen, warum das Tempo vor dem Reifenwechsel so schlecht war. Die Strafe war auch ein bisschen lächerlich, aber das ist nach so einem schlechten Wochenende meine geringste Sorge.» Die fünf Sekunden bekam er früh im Rennen augebrummt.
Über seinen Teamkollegen Kimi Antonelli sagte er: «Er war offensichtlich außerordentlich konkurrenzfähig, und es gibt Anzeichen dafür, dass das Leistungsfenster sehr klein ist. Ich hoffe, dass das eine Erklärung für meinen Geschwindigkeitsmangel im Rennen ist, aber ich muss an mein Team glauben, denn es ist schwer zu verstehen, wenn man so weit hinterherhinkt.»
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