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Acosta über Marc Marquez: «Eine der letzten Chancen, von ihm zu lernen»

2027 wird Pedro Acosta bei Ducati Teamkollege von Marc Marquez. Im Interview mit der AS spricht er über seine Ziele, Zweifel bei KTM und den Vergleich zwischen Marquez und Valentino Rossi.

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Für Pedro Acosta eröffnet der Wechsel ins Ducati-Werksteam 2027 eine besondere Gelegenheit. Der MotoGP-Sieger wird sich die Box mit Marc Marquez teilen und gegen den erfahrenen Spanier mit gleichem Material antreten. Ihn sofort zu besiegen, stellt Acosta allerdings nicht als vorrangiges Ziel heraus. Zunächst will er verstehen, wie sein neues Team arbeitet – und möglichst viel von seinem künftigen Kollegen mitnehmen.

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«Es ist eine der letzten Gelegenheiten, die ein junger Fahrer haben wird, von ihm zu lernen, bevor er aufhört», erklärte Acosta im Interview mit der spanischen Sportzeitung AS. «Mein wichtigstes Ziel wird sein, herauszufinden, wie das Team funktioniert und wie dort gearbeitet wird. Nach sechs Jahren bei KTM weiß ich sehr genau, wie es dort läuft. Aber ich weiß nichts darüber, wie es bei Ducati sein wird.»

Den Wechsel betrachtet der 22-Jährige deshalb auch als Lernprozess. «Zuerst muss ich mich daran gewöhnen. Dann möchte ich nach und nach Dinge von Marc übernehmen. Es wird eine der letzten Chancen sein, die jemand bekommt, um von ihm zu lernen», betonte Acosta.

Acosta vergleicht Rossi und Marquez

Dass Marquez seinem neuen Teamkollegen nicht alle Geheimnisse freiwillig offenbaren wird, sieht der KTM-Pilot gelassen. Auf die Frage, ob er an dessen Stelle einen jungen Rivalen von sich lernen lassen würde, antwortete er lachend: «Er wird in den Rennen Gas geben müssen. Deshalb wird ihm gar nichts anderes übrig bleiben.»

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Wie groß Acostas Wertschätzung für den künftigen Gegner in der eigenen Box ist, zeigt seine historische Einordnung. «Er steht auf einer Stufe mit Rossi. Die beiden sind die Besten der Geschichte. Ich sehe sie auf demselben Niveau», erklärte der Spanier.

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Dabei unterscheidet er zwischen der sportlichen Leistung und der Wirkung über die Rennstrecke hinaus. «Marc hat auf der Strecke sehr viel geleistet, Valentino auf medialer Ebene. Valentino hat überall die Massen bewegt. Er fuhr allerdings auch in einer deutlich anderen Zeit», führte Acosta aus. «Marc ist gegen die großen Fahrer wie Pedrosa, Lorenzo und Valentino angetreten und hat sie geschlagen. Gegen Stoner ist er nicht gefahren. Er hat auf der Strecke enorm viel erreicht, vielleicht deutlich mehr als außerhalb.»

Vergleiche mit Marquez empfindet Acosta als Anerkennung, ohne sich selbst als dessen Kopie zu verstehen. «Es schmeichelt mir. Es ist immer schön, mit einem Fahrer verglichen zu werden, der so viel für den Sport getan und auf der Strecke so viel erreicht hat. Aber trotz möglicher Gemeinsamkeiten sind Marc und ich zwei ziemlich unterschiedliche Menschen», hielt er fest.

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KTM-Sieg sorgte für massive Erleichterung

Bis zur neuen Aufgabe bleibt Acosta KTM-Pilot. Sein erster MotoGP-Sieg in Österreich nahm ihm eine Last ab, die über längere Zeit gewachsen war. «Dieser erste Sieg war für mich sehr notwendig. Er war der einzige Grund, warum ich jeden Morgen aufgestanden bin. Ich hatte so viele Zweifel im Kopf: Warum klappt es nicht, obwohl es in anderen Kategorien oder zu anderen Zeiten vergleichsweise leicht gegangen war?», schilderte Acosta.

Rückblickend glaubt er, dass der Erfolg zum richtigen Zeitpunkt kam. «Vielleicht hätte ich auf einem anderen Motorrad allein wegen meiner damaligen Frustration keine gute Leistung gezeigt. Nach dieser schwierigen Phase im vergangenen Jahr begann ich wieder, Ergebnisse zu holen, gut zu fahren und gegenüber den anderen Fahrern meiner Marke den Unterschied zu machen. Da war ich wirklich bereit für eine solche Herausforderung», erklärte er.

Warum weitere Siege bislang ausblieben, begründet Acosta auch mit der Entwicklung der Konkurrenz. «Ducati hat das Niveau enorm gesteigert. Marc kam auf das Werksmotorrad und hob das Niveau der Meisterschaft an. Aprilia machte einen sehr großen Schritt. Wir konnten diesen Schritt aus irgendeinem Grund in drei Jahren nicht machen», urteilte der Spanier.

Eine Garantie, dass Ducati auch unter dem neuen Reglement 2027 das stärkste Paket haben wird, sieht er dennoch nicht. «Es ist noch alles ziemlich offen. Ich glaube nicht, dass KTM vor Valencia schon alles gezeigt hat. Bei Aprilia und Ducati glaube ich das ebenfalls nicht. Abgesehen von den Reifen und davon, dass die Motorräder langsamer sein werden, wissen wir noch nicht wirklich, was uns erwartet», betonte Acosta.

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