AF Corse und Cetilar Racing mit Ferrari 499P in Asian Le Mans
In der Saison 2026/27 der Asian Le Mans Series treten erstmals Hypercars an. AF Corse und Cetilar Racing setzen dabei auf den Ferrari 499P. Aber wie stark wird die Konkurrenz zahlenmäßig ausfallen?
Großes Update für die Asian Le Mans Series: In der Saison 2026/27 wird der asiatische Serienableger der FIA WEC erstmals überhaupt mit Hypercars bestückt. Denn AF Corse und Cetilar Racing werden jeweils einen Ferrari 499P aufbieten – wobei Cetilar Racing letztendlich eigentlich kein eigenständiger Rennstall ist, da die technische Betreuung ebenfalls über AF Corse läuft.
Auch die Piloten stehen bereits fest: Der 499P von Cetilar Racing wird von Roberto Lacorte, Nicola Lacorte und Ferrari-Werksfahrer Antonio Fuoco pilotiert. «Die neue Herausforderung, die wir gemeinsam mit Ferrari in einer Spitzenklasse wie der Hypercar-Kategorie und in einer rasant wachsenden Meisterschaft wie der Asian Le Mans Series in Angriff nehmen, markiert einen Meilenstein in der Geschichte von Cetilar Racing», so Roberto Lacorte. «Dank der gewohnt unverzichtbaren Unterstützung von AF Corse werden wir mit einem großartigen, siegreichen Prototypen wie dem Ferrari 499P an den Start gehen. Wir sind begeistert, als erstes Privatteam diesen Moment erleben zu dürfen.»
Im AF Corse-499P wird Luís Pérez Companc gemeinsam mit den Werksfahrern Nicklas Nielsen und Yifei Ye Gas geben. «Ich freue mich sehr, gemeinsam mit Luís und Yifei in der Asian Le Mans Series an den Start zu gehen. Luís und ich haben bereits viel Erfahrung in der LMP2-Klasse gesammelt, daher freue ich mich darauf, wieder mit ihm in einer so hart umkämpften Meisterschaft zu fahren», erklärt Nielsen. «Es ist immer ein Vergnügen, den 499P zu pilotieren - und ich bin gespannt darauf, mich in diesem neuen Umfeld zu beweisen.»
Die Asian Le Mans Series hat sich seit vielen Jahren etabliert und zählt genauso wie beispielsweise auch die European Le Mans Series zum Kosmos des Le Mans-Veranstalters ACO (Automobile Club de l’Ouest). In den letzten Jahren trat die Asian Le Mans Series hauptsächlich in Abu Dhabi und Dubai an – doch aus den allgemein bekannten Gründen sind Rennen in dieser Region aktuell recht schwierig zu planen. Somit wird die Saison 2026/27 in Südeuropa ausgetragen.
Drei Rennwochenenden in Südeuropa
Der Auftakt soll vom 14. bis 15. November 2026 auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet (Südfrankreich) stattfinden. Danach soll es vom 16. bis 17. Januar 2027 nach Spanien auf den Circuito de Jerez Ángel Nieto gehen. Das Finale ist für den 20. bis 21. Februar 2027 auf dem Autódromo Internacional do Algarve in Portimão (Portugal) angesetzt. Alle drei Kurse liegen natürlich nicht in Asien, was eventuell Verwirrung in Bezug auf den Rennserien-Namen «Asian Le Mans Series» stiften könnte. Somit wurde für die Saison 2026/27 gleich noch der Banner «Winter Le Mans Series» ausgerufen.
Die Verlegung nach Südeuropa hat jedoch auch einen großen Nachteil. Denn womöglich wird die Hypercar-Klasse nicht sonderlich groß ausfallen. Einige interessierte Kundenpiloten hatten damit geliebäugelt, mit den Hypercars auf attraktiven asiatischen Strecken anzutreten. Bei eventuell unangenehmen äußeren Bedingungen (mit zu Stint-Beginn kalten Reifen) in Südeuropa zu fahren, fanden sie jedoch nicht sonderlich ansprechend. Somit wurden einige bereits angedachte Hypercar-Programme auf später verschoben – und so könnte es sein, dass sich die Konkurrenz der beiden nun bekannt gegebenen Ferrari zahlenmäßig sehr in Grenzen halten könnte.
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