Spektakuläres Rahmenprogramm in Le Mans mit Ferrari Challenge Europe
Bei den 24 Hours of Le Mans bietet stets auch das Rahmenprogramm klasse Unterhaltung. 2026 ist die Ferrari Challenge Europe wieder mit dabei. Den Ferrari-Markenpokal gibt es schon seit 1993.
Die 24 Hours of Le Mans sind der größte Langstrecken-Klassiker der Welt. Doch nicht nur das 24-Stunden-Rennen an sich bietet alljährlich das ganz große Spektakel - auch das Rahmenprogramm hat es in sich. Dieses Jahr ist unter anderem die Ferrari Challenge Europe am Start. Dabei handelt es sich um einen Markenpokal für den die Mythos-Marke aus Maranello ein ganz spezielles Fahrzeug aufgelegt hat: Den Ferrari 296 Challenge mit 3L-V6-Turbomotor und bis zu 700 PS Leistung.
«Das Auto ist richtig schnell und passt sehr gut auf die Strecke in Le Mans. Unsere Pole-Position-Zeit liegt hier bei rund 3:54 Minuten. Somit ist unser 296 Challenge in Le Mans sogar schneller als der 296 LMGT3 Evo, der am großen 24-Stunden-Rennen teilnimmt», erklärt Andrea Mladosic (Head of Ferrari Challenge and Corso Pilota) gegenüber SPEEDWEEK.com. «Aber natürlich unterliegt der 296 Challenge auch anderen sportlichen und technischen Restriktionen.» Dazu kommt: Der 296 Challenge schafft auf der langen Hunaudières-Geraden fast 320 km/h – und ist in Bezug auf den Topspeed somit nur unwesentlich langsamer als ein LMP2-Prototyp.
Neben der Ferrari Challenge Europe gibt es noch vier weitere Ferrari-Markenpokale in Nordamerika, Großbritannien, Japan und Australasia. Ende des Jahres ist zudem einen neue Ferrari Challenge im Mittleren Osten geplant. Der Fokus liegt auf Gentleman- und Nachwuchspiloten. «Ziel ist es, eine Brücke in den GT3-Sport zu schlagen», so Mladosic weiter. «Wir möchten die Piloten animieren, mit uns dann auch GT3-Sport zu betreiben. Das ist uns in der Vergangenheit sehr gut gelungen.» Bestes Beispiel dafür ist sicherlich Nicklas Nielsen. Der Däne gewann 2018 die Ferrari Challenge Europe, stieg dann zum Werksfahrer auf und fährt nun im Hypercar 499P auf der ganz großen Bühne. Und das mit Erfolg: 2024 gewann Nielsen die 24 Hours of Le Mans.
Le Mans als besonderes Erlebnis für die Piloten
Der Auftritt in Le Mans ist die vierte von sieben Stationen der Ferrari Challenge Europe. «Das Event ist aber auch für Piloten aus anderen Ferrari Challenges offen», detailliert Mladosic. «Dieses Jahr haben wir 61 Fahrer am Start, die aus 25 verschiedenen Ländern kommen. Somit kann man von einem sehr internationalen Event sprechen.»
«Wir haben ein Gentleman Agreement mit dem ACO, sodass wir hier alle drei Jahre im Rahmenprogramm der 24 Hours of Le Mans antreten», beschreibt Mladosic. «Wir machen das natürlich für unsere Piloten, denn Le Mans eine einzigartige Erfahrung, die sich ihnen nicht oft im Leben bietet.» Dabei spielt Mladosic natürlich nicht nur auf das Event an sich an, sondern auch auf den so legendären 13,626 Kilometer langen Circuit de la Sarthe, der zu rund zwei Dritteln aus (extra für das Event abgesperrten) öffentlichen Landstraßen besteht. «Auf anderen Strecken können wir zumeist selbst als Organisator des Events auftreten. Das ist in Le Mans in dieser Form so nicht möglich. Folglich müssen wir auch einige Kompromisse eingehen. Beispielsweise stehen unsere Autos hier nicht in den Boxen, sondern in speziellen Zelten. Aber das macht unseren Auftritt hier in Le Mans zu einer phantastischen und außergewöhnlichen Erfahrung für unsere Piloten. Tatsächlich wissen sie es sogar sehr zu schätzen, auch mal nicht in der gewohnten standardisierten Umgebung anzutreten. Somit sind wir richtig glücklich, unseren Rennfahren die Möglichkeit Le Mans bieten zu können.»
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