Endurance-WM • Neu
Markus Reiterberger (1.): Warum ein BMW-Sieg in Spa alternativlos ist
YART bei der Langstrecken-WM in Spa auf Startplatz 2: Marvin Fritz stürzte beim Versuch, BMW die Pole abzujagen. Trotz des Rückschlags gab es auch Grund zur Freude. Am Samstag hofft Fritz auf Regen.
YART-Pilot Marvin Fritz wirkte alles andere als unzufrieden, als er sich nach dem Qualifying der Langstrecken-WM (EWC) in Spa mit SPEEDWEEK.com zur Auswertung traf. Fritz kam im Qualifying 2 in Kurve 11 zu Sturz, als er versuchte, dem BMW-Werksteam die kaum noch zu verhindernde Pole-Position streitig zu machen. Glücklicherweise blieb der 33-Jährige unverletzt.
«Mit Startplatz 2 sind wir happy», erklärte Fritz. «Die Pole ist natürlich immer besser. Aber SERT ist nur auf Platz 4. Wir konnten also zwei Punkte gutmachen und liegen jetzt 17 Punkte vorn. Das ist gut für uns. Wir sind bereit für das Rennen und für alle Bedingungen gut gerüstet. Die Ausgangslage ist gut.»
Wie kam es zum Sturz im Q2? «Als Fahrer versucht man immer, sich zu verbessern. Es war schwierig für uns, BMW noch einzuholen. Sie waren einen Schritt voraus. Wir hatten Pech mit dem Regen in der ersten Session. Deshalb konnte sich Karel (Hanika) nicht verbessern. Für mich war es schwierig, einen großen Vorsprung herauszufahren.»
«Ich fuhr mit Regenreifen raus, doch der Kurs war bereits trocken. Wir montierten einen Qualifying-Reifen und damit konnte ich mich trotz Verkehr auf 2:19,0 Minuten verbessern. Bei der zweiten Runde hatte ich freie Strecke und war bereits drei Zehntelsekunden voraus. Das hätte eine 2:18,5 oder 2:18,6 ergeben, doch dann stürzte ich in Kurve 11. Mir ist das Vorderrad weggerutscht. Der neue Hinterreifen mit mehr Grip pushte das gebrauchte Vorderrad. Mir geht es gut. Das ist am wichtigsten. Mir tut es aber leid für das Team. Sie haben jetzt zusätzliche Arbeit. Aber als Rennfahrer gibt man immer alles und will sich ständig verbessern», schilderte Fritz am Freitagabend in Spa.
Im Trockenen ist BMW sehr stark. YART ist aktuell erster Verfolger. Mit der Bestzeit im nassen freien Training am Freitagmorgen deutete YART an, dass man bei Regen besser zurechtkommt. Wäre ein Regenrennen besser für die österreichische Yamaha-Mannschaft? «Ja, das denke ich. Wir waren auch im vergangenen Jahr stark. Der Kurs liegt unserem Motorrad. Der erste Sektor vielleicht nicht so, doch in den Kurven sind wir sehr schnell. Selbst im Trockenen sind wir stark, aber bei Mischbedingungen und im Nassen sind wir stärker. Wir hoffen, dass es morgen regnet», kommentierte der YART-Pilot.
Während BMW unbedingt gewinnen muss, um die Meisterschaft und die Moral im Team am Leben zu erhalten, kann YART etwas konservativer agieren. «Es wäre natürlich ein Traum, hier vor SERT ins Ziel zu kommen. Aber das oberste Ziel ist es, das Rennen zu beenden. Wir werden kein unnötiges Risiko eingehen», prophezeite Fritz vor dem zweiten Saisonevent der EWC 2026.
BMW Endurance (Reiterberger, Van der Mark, Odendaal), BMW M1000RR, 2:18,703
YART (Hanika, Fritz, Mercado), Yamaha R1, 2:19,232
F.C.C. TSR Honda (Techer, Perolari, McPhee), Honda CBR1000RR-R, 2:19,390
SERT (Black, Masson, Linfoot), Suzuki GSX-R1000R, 2:19,614
Kawasaki Webike (Ramos, Gamarino, Leblanc), Kawasaki ZX-10RR, 2:19,849
Marc VDS (De Puniet, Marino, Bendsneyder), Yamaha R1, 2:20,028
Autorace Ube Racing (Uramoto, Guintoli, Soomer), BMW M1000RR, 2:20,193
Tati Team AVA6 Racing (Clere, Vinales, Di Meglio), Honda CBR1000RR-R, 2:20,840
ERC Endurance (Schrötter, Foray, Jähnig), BMW M1000RR, 2:21,284
Maxxess by BMRT3D (Sanchis, Tamburini, Gregorio), Kawasaki ZX-10RR, 2:22,353
Newsletter
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.