EWC Spa (Qualifying 1): BMW-Werksteam vorn, Massensturz mit zehn Fahrern
Die BMW-Werksmannschaft präsentierte sich im ersten Qualifying der Langstrecken-WM in Spa in Topform. Markus Reiterberger, Steven Odendaal und Michael van der Mark holten die provisorische Pole.
Wechselhafte Bedingungen prägten das Geschehen in Spa am privaten Testtag am Donnerstag. Auch am Freitag spielte das Wetter eine entscheidende Rolle. Ein kräftiger Regenschauer am Morgen sorgte im freien Training für nasse Streckenverhältnisse, weshalb die gefahrenen Zeiten nur bedingt Aussagekraft besaßen. Die Bestzeit setzte YART mit einer Runde in 2:32,489 Minuten.
Zur Mittagspause besserte sich das Wetter deutlich. Die Wolken zogen auf, die Sonne kam heraus und der 6,985 Kilometer lange Kurs trocknete rasch ab. Als am frühen Freitagnachmittag das erste Qualifying begann, präsentierte sich die Strecke bereits vollständig trocken und stellte die Teams vor eine große Herausforderung, denn besonders viele Daten im Trockenen konnten kaum gesammelt werden.
Chaos zu Beginn: Zwei Abbrüche in der blauen Gruppe
Den Auftakt machte die blaue Gruppe. BMW-Werkspilot Markus Reiterberger führte die Zeitenliste mit einer Runde in 2:19,075 Minuten an, ehe die Session kurz nach Halbzeit der 20-minütigen Fahrzeit mit der roten Flagge unterbrochen wurde. Auslöser war ein Massensturz von zehn Fahrern in Kurve 14. Nach ersten Informationen wurden die Stürze von einer Ölspur verursacht. Glücklicherweise blieben alle Beteiligten unverletzt. Die Szene wurde von den FIM-Stewards untersucht.
Nach einer Zwangspause von 20 Minuten wurde die Session fortgesetzt. Sylvain Guintoli (Autorace Ube BMW), sowie Gregg Black (SERT) hatten noch keine Zeit gesetzt und standen somit unter Druck. Nach dem Neustart verbesserte Reiterberger die Bestmarke auf 2:18,673 Minuten. Karel Hanika mit der YART-R1 war erster Verfolger, Gregg Black hatte sich mit seiner Suzuki auf die dritte Position geschoben.
Die Session musste kurz vor dem Ende erneut abgebrochen werden und wurde nicht erneut gestartet. An der Spitze gab es keine Veränderungen. Reiterberger behauptete die Führung. BMW-Markenkollege Marcel Schrötter (ERC Endurance) beendete den ersten Durchgang mit 3,000 Sekunden Rückstand auf Position 8. Rundenrekord-Halter Sylvain Guintoli wurde nur auf Position 14 geführt – ein großer Rückschlag für das BMW-Satellitenteam.
Gelbe Gruppe: BMW erneut vorn
Der Start der gelben Gruppe verzögerte sich auf 14:30 Uhr. Honda-Pilot Corentin Perolari und BMW-Pilot Steven Odendaal gaben zu Beginn der Session das Tempo vor. YART-Pilot Marvin Fritz erlebte keinen guten Stint und lag nur auf Position 7, als er seine Yamaha R1 zum Reifenwechsel an die Box steuerte.
Steven Odendaal behauptete sich mit einer 2:18,988er-Runde an der Spitze der Wertung und fuhr als einziger Pilot der gelben Gruppe eine Zeit unter 2:19 Minuten. Corentin Perolari reihte sich mit 0,100 Sekunden Rückstand auf der zweiten Position ein. Marvin Fritz steigerte sich beim finalen Versuch auf die dritte Position und lag 0,227 Sekunden zurück.
Rote Gruppe: Michael van der Mark vor John McPhee
Um 15:00 Uhr ging die rote und abschließende Gruppe auf die Strecke. BMW-Werkspilot Michael van der Mark führte die Wertung mit einer 2:19,792er-Runde an, als die Session nach einem Sturz von Yamaha-Pilot Marc Alcoba unterbrochen werden musste. Nach einer Unterbrechung von fünf Minuten wurde der abschließende Durchgang wieder aufgenommen.
Nach dem Neustart verbesserte Michael van der Mark seine Zeit auf 2:19,450 Minuten und behauptete damit die Führung. Somit holte sich das BMW-Werksteam alle drei Bestzeiten und stellte damit die provisorische Pole sicher. Ex-Grand-Prix-Pilot John McPhee war mit seiner Honda Zweitschnellster der roten Gruppe. SERT-Pilot Dan Linfoot rundete die Top-3 ab. YART-Pilot Leandro Mercado kam nicht über die sechstschnellste Zeit hinaus. Erfreulich verlief die Session für Jan-Ole Jähnig, der mit der BMW von ERC Endurance Achter wurde.
Die besten Rundenzeiten im Q1:
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Markus Reiterberger, BMW, 2:18,673 min
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Steven Odendaal, BMW, 2:18,988
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Corentin Perolari, Honda, 2:19,088
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Marvin Fritz, YART, 2:19,215
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Karel Hanika, YART, 2:19,378
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Michael van der Mark, BMW, 2:19,450
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Gregg Black, SERT, 2:19,480
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John McPhee, F.C.C. TSR Honda, 2:19,692
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Christian Gamarino, Webike-Kawasaki, 2:19,753
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Roman Ramos, Webike-Kawasaki, 2:19,945
Die kombinierten Zeiten der zwei schnellsten Fahrer im Q1:
Folgt in Kürze.
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