Max Verstappen hat genug: «Regeln ein Witz, das wird Formel 1 ruinieren»
Dem vierfachen Formel-1-Champion Max Verstappen ist nach dem China-GP der Kragen geplatzt. Er geht mit dem neuen Reglement hart ins Gericht: «Das ist kein Rennsport! Viele Fahrer sind meiner Meinung.»
Der Niederländer Max Verstappen (28) hat den Grossen Preis von China nicht zu Ende fahren können: überhitzte Batterie in seinem Rennwagen. Leicht überhitzt schien danach auch der Fahrer zu sein.
Der 71-fache GP-Sieger lässt am neuen Reglement kein gutes Haar: «Es ist schrecklich. Also wenn jemand das mag, dann hat er wirklich keine Ahnung, wie unser Sport sein sollte. Das macht überhaupt keinen Spass. Das ist wie Mario Kart spielen. Das ist doch kein Rennsport.»
Verstappen: «Das würde ich auch als Sieger sagen»
«Du holst auf, dann geht dir auf der nächsten Geraden der Saft aus, und dein Gegner zieht wieder an dir vorbei. Für mich ist das einfach nur ein Witz.»
«Es gibt derzeit ja auch nur George und Kimi, die gewinnen, richtig? Also gibt es kein wirkliches Hin und Her zwischen den Top-Teams. Mercedes liegt meilenweit vor dem Rest des Feldes.»
«Das wird nur kaschiert, weil Ferrari diese guten Starts hat, die sie für eine Weile nach vorne bringen, und nach ein paar Runden ist das alles sortiert. Sorry, ab er das hat nichts mit Rennsport zu tun, und ich würde dasselbe sagen, wenn ich Rennen gewinnen würde – weil mir die Qualität des Sports am Herzen liegt.»
«Es geht nicht darum, dass ich sauer bin, weil ich hier aus Ausgefallener stehe – ich kämpfe sogar mehr denn je. Aber für mich ist das alles ein Witz.»
Die Fahrer wollen bei Problemen vom Autosport-Weltverband FIA und von der Formel 1 angehört werden, aber Max meint: «Man muss vorsichtig sein, wie man diese Dinge formuliert. Wir sprechen darüber. Ich glaube, sie verstehen den Standpunkt der Fahrer. Und ich denke, ich spreche für die meisten Piloten.»
Verstappen: «Die meisten Fahrer mögen das nicht»
«Klar werden einige sagen, es sei doch alles gut, weil sie Rennen gewinnen, was auch völlig in Ordnung ist. Wenn man einen Vorteil hat, warum sollte man freiwillig darauf verzichten? Man weiß ja nie, wann man wieder ein gutes Auto haben wird. Das kann ich also aus ihrer Perspektive nachvollziehen.»
«Aber wenn ich meinen Kollegen zuhören, dann sagen die meisten von ihnen – wir mögen das nicht. Ich glaube auch nicht, dass es das ist, was die echten Formel-1-Fans von ihrem Sport sehen wollen. Einige Fans finden es vielleicht amüsant, aber die verstehen den Rennsport nicht.»
«Das wird den Sport am Ende ruinieren. Dieses Reglement wird den Leuten noch auf die Füsse fallen. Mein Standpunkt ist – solange wir sicherstellen können, dass wir an Lösungen arbeiten, die wirklich helfen, ist schon viel gewonnen. Es wird zwar schwierig sein, alle zu überzeugen. Das alles ist politisch. Manche glauben, jetzt im Vorteil zu sein und wollen das nicht verlieren. Das verstehe ich, ich bin nicht dumm, aber gleichzeitig ist das aus sportlicher Sicht nicht gut.»
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