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Medienskandal um Enduros von KTM: Grösstmöglicher Schaden

Unter der Leitung der NGO Climate Whistleblowers berichten europäische Medien koordiniert über angeblich illegale Hardenduros von KTM. Sogar das österreichische Staatsfernsehen ORF macht mit.

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Jetzt hat auch die Motorradszene ihren «VW-Dieselskandal»: Die österreichische Motorradmarke KTM soll bei der Zulassung von Enduros seit Jahren systematisch betrügen und Motorräder, welche Abgas- und Lärmnormen nicht einhalten, auf die Strasse bringen. Das jedenfalls geht aus Berichten der Fernsehanstalten ZDF und ORF hervor, mit an Falschbehauptungen grenzender Suggestion.

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An der Recherche beteiligt waren aus dem deutschsprachigen Raum die Medien Der Spiegel, ZDF, Der Standard, ORF, dazu weitere Zeitschriften und Online-Medien aus Europa. Koordiniert wurde die Recherche von Climate Whistleblowers, einer NGO mit Sitz in Paris. Climate Whistleblowers wiederum wird finanziert von einschlägigen linksgrünen Stiftungen, hinter einer davon steht der amerikanische Investor und Philanthrop George Soros.

Es geht bei den berichten ausschliesslich um die Hardenduros von KTM, in den Fernsehbeiträgen wird nicht erwähnt, dass auch andere Marken solche Motorräder anbieten.

Die in Europa vertriebenen Enduro-Modelle entsprechen rund 3 Prozent des weltweiten KTM-Absatzes. Diese für den Gelände-Rennsport gebauten Motorräder werden von KTM in strassenlegaler Konfiguration an die Händler ausgeliefert. In dieser Konfiguration sind die Hardenduros strassenlegal, aber im Geländerennsport wegen fehlender Motorleistung unbrauchbar.

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Will ein Kunde (für den Geländeeinsatz) die volle Leistung, kann er den Händler mit der entsprechenden Modifikation beauftragen, muss aber unterschreiben, dass er informiert wurde, dass er sein Motorrad wegen fehlender Zulassung nicht mehr auf der Strasse fahren darf. Klar dürfte es vereinzelte Besitzer geben, die damit dann trotzdem auf der Strasse fahren. Solche sind, da an der Geräuschkulisse einfach zu erkennen, ein Fall für die Polizei. Der Hersteller, in diesem Fall KTM, trägt für solches Fehlverhalten keine Verantwortung.

Auf solche Feinheiten wird in den erwähnten Berichten gezielt nicht eingegangen. KTMs Werbespruch «Ready to Race» wird wider besseres Wissen mit «Bereit zu rasen» übersetzt. Es wird suggeriert, dass eine entdrosselte Rennsport-Enduro keine Strassenzulassung haben darf und dass darum europaweit KTM-Motorräder mit gefälschten Papieren unterwegs sind.

Richtig ist: Wird ein Motorrad derart modifiziert, dass die Strassenzulassung erlischt, ist dieses Motorrad erst illegal, wenn es im Strassenverkehr gefahren wird. Wird es hingegen auf einer Piste eingesetzt oder steht einfach in der Garage, ist daran überhaupt nichts illegal.

Weiter werden Äpfel mit Birnen verglichen, indem bei den Schadstoffmessungen das Modell mit den höchsten Emissionen herangezogen wird, nämlich die KTM 300 EXC mit Zweitaktmotor. Deren CO-Ausstoss entspreche dem einer Diesellokomotive. Um diese Aussage zu relativieren, braucht man Fachwissen, über das die meisten Zuschauer oder Leser naturgemäss nicht verfügen. Zweitaktmotoren stossen besonders viel CO (Kohlenmonoxyd) aus, Dieselmotoren besonders wenig. Beim Schadstoff NOx ist es umgekehrt, was in den Berichten natürlich nicht erwähnt wird.

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Aber bei den Climate Whistleblowers geht es ja um den Klimawandel, verursacht durch CO2 (Kohlendioxyd). Laut Umweltbundesamt verursacht der gesamte Motorradbestand Deutschlands rund 0,3 Prozent der jährlichen CO2-Gesamtemissionen. Von diesen 0,3 Prozent stossen die Hardenduros von KTM wegen ihrer geringen Laufleistung irgendeinen Anteil unterhalb jeder Messtoleranz aus.

Bei den Climate Whistleblowers geht es aber auch um Medienpräsenz, um (unwissende, aber wohlmeinende) Stiftungsräte zu beeindrucken und so die Finanzierung zu sichern. Das dürfte mit der Aufdeckung um die skandalösen Machenschaften mit den Hardenduros von KTM ein weiteres Mal gelungen sein.

Ebenso ist der Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht zufällig, die angeprangerte Praxis ist Insidern ja seit Jahren bekannt. Die Hardenduros des 2027er Jahrgangs werden derzeit vorgestellt und nach den Sommerferien an die Händler ausgeliefert. Da könnte es zu Stornierungen von verunsicherten Kunden kommen zu einem Zeitpunkt, da die Motorräder bereits produziert sind. Der grösstmögliche Schaden für KTM.

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Der Hardenduroskandal ist eigentlich ein Medienskandal. Medien, die unabhängig berichten sollten, lassen sich von einer NGO in eine konzertierte Aktion einspannen. Besonders verwunderlich, dass die staatliche österreichische Fernsehanstalt ORF mitmacht, einen einheimischen Hersteller zu diskreditieren mit dem Ziel maximaler Schadensanrichtung genau in dem Moment, da dieser Hersteller nach (selbst verschuldeten) finanziellen Problemen wieder in die Gänge kommt.

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