Moto2 Catalunya: Gonzalez siegt nach enger Schlussphase – Veijer crasht
Intact-Pilot Manuel Gonzalez siegt in Barcelona, konnte in einer starken Schlussphase Pole-Setter Celestino Vietti hinter sich lassen. Er baut seine WM-Führung aus. Bitterer Sonntag für Collin Veijer.
Lange war Manuel Gonzalez vom deutschen Intact-Team im Catalunya-Grand-Prix Zweiter. Doch in einer spektakulären Schlussphase bewies der Spanier, dass er selbst auf der herausfordernden Strecke in Montmelo bei Barcelona die Reifen zum Sieg streicheln konnte. Damit baut Gonzalez seine WM-Führung mit 25 wertvollen Punkten weiter aus.
Von der Pole-Position startete der Italiener Celestino Vietti, der sich in einer engen Qualifying-Session gegen Collin Veijer und Manuel Gonzalez durchgesetzt hatte. Die beiden komplettierten auch gleichzeitig die erste Startreite neben Vietti (Veijer Zweiter, Gonzalez Dritter). Veijer brauchte dieses Startposition dringend, denn er musste im Catalunya-Grand-Prix eine Long-Lap-Straße verbüßen, die er für eine Kollision in Le Mans in der Vorrunde aufgebrummt bekommen hatte. Doch es sollte ein bitterer Sonntag für den Niederländer werden.
Kühlere Bedingungen zum Rennstart
Beispielhaft für enge Moto2-Saison bislang: Vietti war am sechsten Rennwochenende der sechste unterschiedliche Pole-Setter. Auch in der WM-Wertung war es vorm GP noch eng: Manuel Gonzalez lag mit 79,5 Punkten vor Izan Guevara (70 Punkte), Senna Agius (59) und Celestino Vietti (53). Agius startete von Platz 12, Guevara von 11.
Veijer fällt weit zurück
Beim Rennstart bei etwas kühleren Bedingungen als am restlichen Wochenende und unter Wolkendecke kam Manuel Gonzalez gut weg, machte eine Position gut – aber auch weil Collin Veijer noch vor der ersten Kurve weit zurückfiel, nach der ersten Runde nur noch 17. war – und das noch bevor er die Long-Lap-Strafe verbüßen musste.
Vietti hielt souverän die Führung. Beachtliche Startphase auch von Aspar-Pilot David Alonso, der von Startplatz 13 auf 7 vorrückte. WM-Vize Izan Guevara machte eine starke Reise von Rang 11 auf 4, machte ordentlich Druck auf das neue Spitzen-Trio aus Vietti, Gonzalez und Ivan Ortola.
Spitzen-Quartett lange stabil, dahinter Duelle
Agius und Alonso waren von 12 und 13 hintereinander gestartet, lieferten sich nach einem Drittel des 21-Runden-Rennens ein enges Duell um Platz 6, während an der Spitze das Quartett Vietti-Gonzalez-Ortola-Guevara jeweils um die vier bis fünf Zehntel zwischeneinander hatte.
Intact-Pilot Agius setzte sich schließlich los, Alonso musste gleich mehrere Positionen hergeben: Alonso Lopez und Filip Salac zogen vorbei am Kolumbianer. Escrig musste für eine Kollision im Qualifying auch eine Long-Lap-Straße verbüßen, stellte aber gegen Mitte des Rennens ab (wohl angeschlagen infolge des Unfalls), auch Joe Roberts parkte nach zwei Dritteln der Renndistanz.
Während es hinter der Spitze mit vielen Duellen heiß her ging, war an der Spitze keine Bewegung. Lediglich die Top-3 konnten ihren Abstand auf Guevara an Rang 4 ausbauen. Doch es hieß weiter Vietti vor Gonzalez vor Ortola vor Guevara, dann mit zwei Sekunden Abstand Guevara.
Ortola fällt zurück
Fünf Runden vor Schluss deutete sich langsam an, dass Ortola das Tempo wohl nicht mithalten würde. Der Spanier hatte offenbar mit seinen Reifen zu kämpfen, verlor Abstand auf Gonzalez.
Veijer crasht hinten im Feld
Für Collin Veijer endete das schon bis dahin bittere Rennen dann vier Runden vor Schluss komplett: Nach seinem schwachen Start und der Long-Lap-Strafe verunfallte der Niederländer am Ausgang von Kurve 8.
Enges Duell um Platz 1 in der Schlussphase
In den letzten drei Runden kam dann richtig Leben ins Spitzenduell! Manuel Gonzalez griff den bis dahin locker führenden Celestino Vietti an, pirschte sich ran und übernahm dann souverän die Führung. Der WM-Leader also auch neuer Barcelona-Leader! Vietti klemmte sich an Gonzalez ran, hatte nur eine Zehntelsekunde Rückstand, kam immer wieder fast bis ans Hinterrad des Spaniers.
Währenddessen auch der Wechsel an Rang 3: Ortola fiel zurück, Guevara sagte danke und zog vorbei. Und mit Beginn der letzten Runde auch die Entscheidung an der Spitze: Viettis Reifen waren einfach zu verbraucht, Gonzalez konnte seinen Vorsprung immer weiter ausbauen und die Führung über die Ziellinie bringen.
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