Motorrad-GP-Promoter Dorna brachte in Zusammenhang mit dem künftigen Moto2-Motorenpartner Triumph einen interessanten Vorstoß für die CEV auf den Tisch.
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
Weiterlesen
Werbung
Im Rahmen des Mugello-GP wurde die Marke Triumph als neuer Lieferant der Einheitsmotoren in der Moto2-WM für 2019 offiziell vorgestellt. Für die Moto2-Klasse bedeutet das nach der Langzeit-Partnerschaft mit Honda nahezu einen Neustart. Das britische Aggregat wird die momentan fünf vertretenen Chassis-Hersteller (derzeit Kalex, Speed-up, Suter, Tech3 und KTM) vor neue Herausforderungen stellen, da auf Grund der Beschaffenheit des 765-ccm-Dreizylinders auch völlig neue Abmessungen für die Chassis notwendig werden.
Werbung
Werbung
Um einen Vorsprung in der Vorbereitung zu gewinnen und auch um Triumph die Möglichkeit zu bieten, Erfahrungswerte zu sammeln, kam Dorna zuletzt mit einer besonderen Idee auf die Chassis-Hersteller zu: Der Promoter möchte im Rahmen der spanischen Talentschmiede CEV Repsol Championship bereits schon 2018 Triumph-Aggregate vorschreiben. Um die Bereitschaft der Chassis-Hersteller für diese Vorgangsweise zu prüfen, gab es in Barcelona ein Meeting mit KTM-Verantwortlichen. Die Mattighofener erteilten diesem Vorschlag jedoch keine Zustimmung. Der Grund dafür: Momentan sind alle Chassis-Produzenten bereits mit der Vorbereitung der Updates für die Saison 2018 beschäftigt, da werden in der WM weiter Honda CBR600 RR-Motoren verwendet. Speziell KTM als aktueller Moto2-WM-Neuling hat für das kommende Jahr viel zu tun, eventuell werden auch Kundenteams beliefert. Es bleibt also keine Kapazität, um bereits zwölf Monate früher als geplant parallel Fahrwerke für die Triumph-Ära zu fertigen.
Mit diesem Veto wissen sich die Oberösterreicher auch auf einer Linie mit dem deutschen Marktführer Kalex. Auch dort wird längst an den Updates für 2018 gezeichnet. Kalex-Teilhaber Alex Baumgärtel kam deswegen auch nicht nach Barcelona. Die Bobinger Kalex-Masterminds sehen wie KTM die spanische CEV-Serie viel mehr als Entwicklungsmöglichkeit für junge Fahrer und weniger als Forschungsfeld für die WM.
Werbung
Werbung
Doch für Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta ist dieser Vorschlag noch nicht vom Tisch. Er erklärte in Mugello: "Ob und wann in der CEV mit Triumph gefahren wird, ist noch offen."
Am vergangenen Wochenende fand in Kuala Lumpur das große MotoGP-Saisonstartevent statt. SPEEDWEEK.com-Autor Adam Wheeler mit einer Bewertung der visuell opulenten Eröffnungsveranstaltung.
Weiterlesen
Auch CEV-Organisator Oscar Gallardo betonte am Sonntag im Gespräch mit SPEEDWEEK.com: "Bis jetzt ist nichts entschieden. Wir werden so schnell wie möglich mitteilen, wenn eine Entscheidung gefallen ist. Bisher ist es noch offen. Ich denke, wir werden es bis zum nächsten CEV-Rennwochenende in Valencia [7.-9. Juli] wissen."
Alex Baumgärtel von Kalex bestätigte ebenfalls: "Ob die Dorna schon 2018 die Triumph-Motoren in der CEV vorschreibt, ist noch unklar."
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.