Dicke Luft bei Yamaha: Quartararo (17.) will sich nicht ständig wiederholen
Fabio Quartararo wurde beim MotoGP-Rennen in Austin nur Vorletzter: Aus der Entwicklung der M1 will sich der Franzose heraushalten, weil er seine Wünsche nicht ständig wiederholen möchte.
Vorletzter Platz und mehr als 27 Sekunden Rückstand auf Sieger Marco Bezzecchi: Fabio Quartararo erlebte beim MotoGP-Wochenende in Austin einen enttäuschenden Sonntag. Quartararo war im Grand Prix nur drittbester Yamaha-Pilot und kam direkt hinter dem Pramac-Duo Toprak Razgatlioglu und Jack Miller über den Zielstrich. Nur Teamkollege Alex Rins war noch langsamer, hatte allerdings auch einige technische Probleme.
Auch wenn die Erwartungen ohnehin niedrig waren, lief das Rennen für Quartararo «noch schlechter» als erwartet. «Ich erwartete nicht, dass der Reifen so stark abbaut. Ich achtete auf den Reifen und plötzlich baute er ab», wunderte sich Quartararo über die Haltbarkeit der Reifen.
«Hinsichtlich des Renntempos zu Beginn war ich nicht überrascht. Doch mit diesem Abbau des Reifens rechnete ich nicht. Deshalb war das Rennen schlechter als erwartet», zog der Franzose eine nüchterne Bilanz.
Träge Entwicklung: Quartararo spart sich seine Kommentare
Bei Yamaha sieht man aktuell selten freudige Gesichter. «Alles ist normal», hielt Quartararo fest, als er auf die Stimmung in der Box angesprochen wurde. Doch der Franzose zieht bereits Konsequenzen: «Ich halte mich jetzt aus der Entwicklung heraus, weil ich bereits sagte, was wir benötigen und was sie tun müssen. Doch ich werde mich nicht immer wiederholen. Sie wissen, was ich gesagt habe. Sie kennen die Kommentare aller Fahrer.»
Bis zum Jerez-Wochenende haben die Werke drei Wochen Zeit, um die Erkenntnisse der ersten drei Events auszuwerten. Kommt demnächst ein großes Yamaha-Update? «Ich habe keine Neuigkeiten über kommende Neuerungen. Doch es muss etwas Großes passieren. Das steht fest», so Quartararo.
Großes Lob für Rookie Razgatlioglu
Beeindruckt zeigte sich Quartararo über die Vorstellung von Neuzugang Toprak Razgatlioglu, der in Austin seinen ersten WM-Punkt sammelte. «Am Samstag war er schnell, am Sonntagmorgen war er richtig schnell. Ich bin beeindruckt und ich denke, es ist großartig für ihn. Die Art und Weise, wie er das Motorrad fährt und wie er es angeht, ist gut», lobte er.
Dass Quartararo im Yamaha-internen Duell unterlag, hatte Gründe. «Mein Reifen baute in den letzten fünf Runden massiv ab. Toprak war ein bisschen konstanter. Er fuhr richtig flüssig, es war sein Stil, den wir aus der Superbike-WM kennen», erklärte Quartararo und ergänzte: «Ich war richtig beeindruckt von seiner Performance.»
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