KTM nur knapp hinter Ducati: Pit Beirer freut sich über «starken Auftakt»
KTM-Rennsportchef Pit Beirer bilanziert bei SPEEDWEEK.com die ersten drei MotoGP-Wochenenden und erklärt stolz, welche Ziele man beim RC16-Projekt erreichen konnte.
Der Start in die MotoGP-Saison 2026 verlief für KTM erfreulich. Nach dem Saisonauftakt in Thailand, bei dem Pedro Acosta den Sprint gewann, hatte KTM die WM-Führung inne. Das zweite Saisonevent in Brasilien verlief enttäuschend, doch in Austin fand KTM wieder zur Stärke von Thailand. Pedro Acosta fuhr aufs Podium und ist aktuell als WM-Dritter erster Verfolger der Werks-Aprilias.
KTM-Rennsportchef Pit Beirer traf sich beim US-Grand-Prix mit SPEEDWEEK.com-Redakteur Stephan Moosbrugger und bilanzierte den Auftakt der Saison: «In der Gesamtwertung haben wir einen Fahrer in den Top-3 und auch bei den Herstellern sind wir gar nicht weit von Ducati entfernt. Das war ein starker Auftakt für uns.»
Tatsächlich liegen momentan nur vier Punkte zwischen Titelverteidiger Ducati und KTM. Aprilia als Spitzenreiter hat aber bereits 36 Punkte Vorsprung auf KTM. Die Kräfteverhältnisse in der MotoGP haben sich zu Beginn der finalen Saison mit den 1000er-Bikes teilweise deutlich verändert.
Was KTM bei der RC16 ändern musste
Aber auch der Charakter der KTM RC16 hat über den Winter eine bemerkenswerte Evolution erlebt. Im Vorjahr überzeugte die KTM mit ihrem Topspeed, hatte beim Handling aber einige Defizite. Daran wurde intensiv gearbeitet, das 2026er-Paket wirkt harmonischer.
«Wir haben uns für den Winter klare Ziele gesteckt. Wir wollten das Turning verbessern und mehr Grip aus den Ecken erzeugen. Wir haben bewusst etwas vom Topspeed geopfert, um das Turning und die Beschleunigung zu verbessern. Wir haben unsere Ziele erreicht, das Bike hat einen riesigen Schritt gemacht», so Beirer.
Der KTM-Rennsportchef betont die Wichtigkeit des Reifenmanagements: «Bei großer Hitze haben wir den Reifen im vergangenen Jahr nicht unter Kontrolle gehabt. In diesem Jahr waren wir bei knapp 40°C in Thailand die Besten beim Thema Reifenverschleiß.»
«Nach dem erfolgreichen Wochenende in Thailand sind wir sehr zuversichtlich nach Brasilien gereist und dort haben wir richtig einen drüber bekommen. Das war nicht mehr feierlich. Das hat den guten Saisonauftakt gleich aufgehoben», blickte Beirer zurück. «In den USA wollten wir zeigen, dass Thailand keine Eintagsfliege war. Und das gelang uns sehr gut.»
Pedro Acosta und Enea Bastianini in Austin stark
Acosta beendete den Sprint und den Grand Prix auf der dritten Position. Seinen dritten Platz am Samstag musste er aber an Markenkollege Enea Bastianini abtreten. Der Grund: Sein Reifendruck fiel aus dem vorgegeben Fenster. Beirer bezeichnete die Strafe im Sprint als «kleinen Stich in den Magen» und betonte: «Die Performance war wichtiger als die Strafe.»
Beirer freute sich auch, dass Bastianini wieder konkurrenzfähig war. In Austin war der Italiener deutlich stärker als in Buriram und Goiania – ein Befreiungsschlag für Tech 3. «Ich freue mich auch für den Günther Steiner und die ganze Mannschaft. Sie arbeiten wie verrückt und wollen mit uns die MotoGP besser machen. Dafür braucht man aber Ergebnisse», weiß Beirer mit Blick auf Bastianinis positive Entwicklung beim zurückliegenden Grand Prix in Austin.
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