Balaton, Moto3-Qualifying: Intact-Held Almansa auf Pole, viele Stürze
Beim entscheidenden Qualifying der Moto3 zum Ungarn-GP entwickelte sich ein Duell zwischen Intact-Ass David Almansa und WM-Leader Maximo Quiles – mit dem besseren Ende für das deutsche Team.
Bei sommerlichen 25 Grad ging es ab 13.10 Uhr um die Moto3-Pole-Position zum Großen Preis von Ungarn. Anders als noch vor einer Woche, als WM-Leader Maximo Quiles nicht einmal das Q2 geschafft hatte, hatte der Spanier keinerlei Zweifel aufkommen lassen. Quiles war nicht nur Schnellster im Zeittraining, im FP2 hatte der 18-Jährige auch noch den Rundenrekord geknackt. Die Favoritenfrage war damit bereits geklärt.
Mit den Nachzüglern aus dem Q1 Mugello-Sieger Brian Uriarte, Jesus Rios, Cormach Buchanan und Adrian Cruces starten die 18 Fahrer auf den 4070 Meter langen Circuit in Sichtweite des Plattensees.
Die erste Ansage kam aus dem Rookie-Lager. Tech3-Pilot Rico Salmela setzte die erste Bestmarke. Noch in den ersten fliegenden Runden gingen die gelben Flaggen raus. O’Gorman war durch den Kies gepflügt, dazu kamen Stürze von Jesus Rios und Guido Pini. Bitter: Nur eine Runde später erwischte es in der schnellen Kurve 17 auch Intact-Ass David Munoz.
Unbeeindruckt von der Sturzaction war Favorit Quiles mit einer 1:46,2 min auf Platz 1 gefahren, doch der Spanier wurde ersteinmal von David Almansa auf P2 verwiesen – Intact-Pilot Almansa, der sich in Mugello schon die Pole geholt hatte, schaffte die erste 1:45er-Zeit. Quiles nahm die Herausforderung an und schlug sechs Minuten vor der Flagge zurück – 1:45,750 min. Zum Vergleich: Im FP1 war Quiles bereits 1:45,148 min gefahren.
Kurios: Vier Minuten vor Schluss bei der letzten Ausfahrt hatten durch die vielen Stürze erst sechs Fahrer Zeiten abgeliefert. Im spannenden Finale übernahm wieder Almansa das Kommando. Die Nummer 22 der deutschen Mannschaft verbesserte sich auf 1:45,686 min. Die Zeit sollte halten. Im Chaos der letzten Runden kamen zwar etliche Verbesserungen, doch die Pole gingen an die Mannschaft von Peter Öttl.
Quiles blieb Platz 2, Dritter wurde Brian Uriarte (KTM Ajo). Stark: Jesus Rios. Der Spanier, soeben erst heftig abgeflogen, schaffte es noch auf Platz 5. Rios war damit bester Rookie vor Salmela, Morelli, Cruces und Pratama.
Nicht mehr eingreifen in den Kampf um die Pole konnte David Munoz. Der Spanier ging zwar noch einmal auf die Strecke, kam aber zu spät über die Linie.
Schwer tat sich bei Ungarn-Premiere der Österreicher Leo Rammerstorfer. Im ersten Qualifying hatte der Linzer auf der SIC58-Honda 2,3 sec auf die Bestzeit verloren, was für den GP am Sonntag den letzten Startplatz bedeutete. Teamkollege Casey O’Gorman schaffte es direkt ins Q2, Startplatz 12 für den Iren.
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