Mandalika: Maximo Quiles krönte sich mit GP-Sieg zum Moto3-Weltmeister
Im Ferienparadies auf Lombok ging es in der Moto3 um die WM-Entscheidung. Aspar-Pilot Maximo Quiles ging voll in die Offensive, gewann den GP vor David Almansa – und den Weltmeistertitel 2026 – Bravo!
In 16 Rennen zur Moto3-Weltmeisterschaft hat sich der Spanier Maximo Quiles einen Vorsprung von 127 erarbeitet. Was bedeutete – Machtballnummer für den Hoffnungsträger der Aspar-Mannschaft, der auch 2027, dann aber auf einer Moto2-Kalex, für die Erfolgsmannschaft aus Valencia antreten wird.
Den Titel streitig machen konnten Quiles rechnerisch immerhin noch drei Rivalen: David Almansa (Intact GP) sowie die beiden KTM-Ajo-Piloten Brian Uriarte und Alvaro Carpe. Sicher war vor dem Start in Mandalika: Sieg Nummer 10 würde Maximo Quiles fünf Events vor Schluss zum Champion der kleinsten WM küren. In der Qualifikation hatte Quiles seine KTM in CF-Moto-Farben auf Position 6 gebracht. Alle direkten WM-Gegner waren schneller: Uriarte auf Pole vor Almansa und Carpe, dazu die beiden Leopard-Honda-Fahrer Adrian Fernandez und Guido Pini.
Direkt hinter Quiles machte sich der Held der Indonesier auf sein Heimrennen bereit. Veda Pratama war in Mandalika von Platz 7 aus alles zuzutrauen. Überzeugt hatte auf Lombok der Österreicher Leo Rammerstorfer. Zum zweiten Mal in seiner Rookie-Karriere hatte der Honda-Fahrer das Q2 erreicht und sich dort als 17. geschlagen – und doch fuhr Rammerstorfer nach einer Strafe wegen Bummelns nur von 22 los. Noch härter traf es den Hakim Danish. Der Malaysier der MSi-Mannschaft wurde auf den letzten Startplatz verbannt.
Um 12 Uhr Ortszeit donnerten die 26 Youngster in die Aufwärmrunde zum Indonesien-GP. Der erste Aufschlag ging an Intact-Ass David Almansa, der vor Uriarte Kurve 1 erreichte. Doch gleich dahinter bereits Maximo Quiles und noch in der ersten Runde attackierte die Nummer 28 die Spitze. Extrem aggressiv unterwegs waren zu Beginn auch die Honda-Piloten Fernandez und Pratama. Das Duo schob sich hinter Quiles auf 2 und 3.
Runde 3 wurde zum Fiasko für das SIC58-Team von Paolo Simoncelli. In Kurve 4 stürzte Casey O’Gorman, in Kurve 5 Leo Rammerstorfer. In Front nutzt Maximo Quiles die Chance zur Flucht. Während Fernandez, Pratama, Carpe und Almansa um Rang 2 stritten, hatte der WM-Leader, garniert mit der schnellsten Rennrunde, schon 1,4 Sekunden herausgefahren. Brian Uriate war nach zwei Rutschern bis auf Platz 10 zurückgefallen.
Maximo Quiles verblüffte mit weiteren Spitzenzeiten, der Vorsprung wuchs schnell an. Als sich Almansa wieder auf Platz 2 etabliert hatte, waren es gut 2,5 Sekunden. Fernandez, Carpe, Pini und Pratama hingen sich an David Almansa an und auch dahinter blieb das Feld in der ersten Rennhälfte eng zusammen. Die Top 15 waren innerhalb von fünf Sekunden unterwegs.
In Runde 8 ein kurzer Schreckmoment für das Aspar-Team. Der scheinbar perfekte Leader machte einen seltenen Fehler, ging weit und verlor die Hälfte seines komfortablen Vorsprungs. Almansa versuchte, die 1,5 Sekunden abzubauen, doch Quiles hielt dagegen und den Abstand konstant.
Als es in die zweite Hälfte des 20-Runden-Rennens ging, warf David Munoz das Handtuch. Der Intact-Pilot kämpft weiter mit Schmerzen in seinem Arm. Zur gleichen Zeit schepperte es in der Verfolgergruppe. Carpe und Fernandez kollidierten. Carpe flog ab, Fernandez konnte weiterfahren, fiel aber in die Gruppe um Platz 4 zurück.
Davor gab Almansa alles, um Quiles noch einzuholen. Zwar fuhr die Nummer 22 minimal schneller, mit nur noch sieben Runden auf der Anzeige waren es immer noch 1,4 s Rückstand. Spannend: Sechs Runden vor der Flagge erhielt Quiles eine Warnung für Tracklimits. Doch im Finale war es ein fehlerfreies Rennen gegen sich selbst – und zum ersten WM-Titel. David Almansa konnte nichts mehr ausrichten, fiel wieder auf über zwei Sekunden zurück.
Der 18-Jährige aus Murcia schaffte es: Sieg und WM-Titel beim Indonesien-GP!
Bemerkenswert: Brian Uriarte. Der Rookie hatte sich wieder auf Platz 3 vorgefahren. Fünf Sekunden hinter dem neuen Champion und drei Sekunden hinter David Almansa ging es über die Linie. Und Veda Pratama? Der Rookie aus Indonesien kämpfte bis zur letzten Runde mit Salmela, Fernandez und Pini um Platz 5 – abgewunken wurde Pratama als Sechster und war damit zugleich bester Honda-Fahrer. Erstaunlich auch die Leistung von KTM-Pilot Adrian Cruces. Der Spanier stürzte zur Mitte des Rennens, fuhr weiter und kämpfte sich bis auf Position 11. Die letzten WM-Punkte holte sich Jesus Rios.
In der WM-Tabelle festigte David Almansa Platz 2 vor Brian Uriarte – doch der WM-Titel ist weg!
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach




