Quiles gewann Moto3-Match in Balaton, Sturzdrama in der letzten Runde
Es war eine Gala des WM-Leaders: Maximo Quiles holte in Ungarn Sieg Nr. 5 des Jahres. Dahinter Intact-Pilot David Almansa. In der letzten Runde sorgte ein Sturz mit drei Piloten für einen Abbruch.
Als sich das Feld der Moto3 auf den achten Lauf der Saison vorbereitete, hatte das Thermometer bereits die Marke von 25 Grad überschritten und auch der Asphalt, der zum Teil nach der Premiere vor einem Jahr erneuert wurde, war bereits über 40 Grad warm. Durchaus eine Herausforderung, denn anders als in der Königsklasse steht den jüngsten GP-Piloten kein Warm-up am Renntag zur Verfügung.
Im Qualifying war WM-Dominator Maximo Quiles seiner Favoritenrolle nur zum Teil gerecht geworden, denn der Spanier wurde noch von Landsmann und Intact-GP-Pilot David Almansa abgefangen. Außergewöhnlich stark hatten sich in Ungarn die Neueinsteiger aufgestellt. Ajo-Pilot Urirate schaffte es auf Position 3 neben Quiles, in Reihe 2 mit Rios (5.) und Salmela (6.) zwei weitere Rookies plus eine komplette Rookie-Reihe 3 mit Marco Morelli, Adrian Cruces und Veda Pratama.
Für die Moto3-Ass David Munoz (Intact GP) und Alvaro Carpe (Red Bull KTM Ajo) ging es dagegen nur von 17 und 18 in das Rennen über 20 Rennen. Keine ideale Lage, denn die erste Kombination in Balaton Park ist für die Fahrer im hinteren Feld eine ernste Gefahrenquelle. Bitter die Startausgangslage auch für Eddie O’Shea. Der aufstrebende Brite wurde für Bummeln im Qualifying mit einer Long-Lap bestraft. Von ganz hinten ins Rennen ging SIC58-Pilot Leo Rammerstorfer aus Österreich.
Nach einem tadellosen Start von Almansa, der als Erster vor Quiles abbog, ging es turbulent zu. In der ersten Passage stürzte Guido Pini und auch Esteban, Danish und Moodley überstanden die erste Runde nicht. An der Spitze bildete sich schnell ein Zug aus fünf Piloten: Almansam Quiles und die drei Red-Bull-KTM mit Perrone (Tech3), Salmela (Tech3) und Uriarte (Ajo). Auch Alvaro Carpe hatte sich bereits auf Platz 9 gekämpft.
In Runde 4 brach die Spitzengruppe auseinander, Almansa und Quiles gingen ein besseres Tempo. Die beiden KTM-Piloten fuhren fast eine halbe Sekunde schneller. Platz 3 hatte sich derweil Rico Salmela vom Teamkollegen geschnappt, der Finne zeigte das beste Rennen seiner jungen GP-Karriere. Während Leo Rammerstorfer mit elf Sekunden Rückstand auf Platz 18 kreiste, fand auch die zweite Intact-KTM mit David Munoz nach vorne. Mit nur 2,5 Sekunden Rückstand auf den Teamkollegen attackierte der Spanier Platz 6 mit blendenden Rundenzeiten.
Rico Salmela auf P3 biss und gab alles, um den Abstand zur Spitze wieder zu verkleinern. In Runde 7 hatte Salmela mit Perrone am Heck wieder zwei Zehntel geholt. Ein Zeichen für WM-Leader Quiles, der im selben Umlauf an Almansa vorbeizog. Zur Halbzeit hatten sich drei Zweiergruppen gebildet. Ganz vorne Quiles und Almansa. Mit 0,6 s Rückstand folgten Salmela und Perrone und 1,5 s später folgten Carpe und Munoz.
In der zweiten Rennhälfte zeigte der WM-Führende seine Qualität. Zehntel um Zehntel setzte er sich ab. Runde 11 endete mit 1:45,872 min, die bislang beste Moto3-Rennrunde. Almansa versuchte zu folgen, dadurch vergrößterte sich der Abstand zu den beiden Tech3-KTM-Piloten. Dahinter versuchte Munoz auf Platz 5 noch in den Podiumskampf einzugreifen. Acht Runden vor der Flagge fehlten Munoz nur noch sechs Zehntel. Weitere zwei Runden später entbrannte zwischen Salmela, Perrone, Carpe, Uriarte und Munoz Fünfkampf um Platz 3.
An der Spitze machte fuhren Quiles und Almansa in einer eigenen Liga, wobei Quiles vor dem letzten Rennviertel gut eine Sekunde Luft hatte. In der Verfolgergruppe hatte sich derweil Alvaro Carpe auf P3 gefahren, dahinter Munoz.
Drei Runden vor Schluss Jubel in der Intact-Box. Mit Almansa auf 2 und Munoz auf 3 waren beiden Youngster auf Podest-Kurs. Zum Sieg reichte es aber nicht – Maximo Quiles blieb unantastbar. Der Schützling von Jorge Martin überfuhr die Ziellinie 3, sec vor David Almansa. Dahinter ein Drama um Platz 3. Munoz kollidiert mit Uriarte, stürzte und Perrone konnte nicht mehr ausweichen. Im dritten Sektor flogen die drei Moto3-Bikes über die Strecke. So wurde noch in der letzten Runde die rote Flagge geschwenkt.
Während Quiles, Almansa und Carpe zur Siegerehrung gingen, Sorge um Intact-Pilot Munoz, der bei dem Crash im Finale von einem anderen Motorrad getroffen wurde. Nach Aussagen der Rennleitung befanden sich sich jedoch alle drei Piloten bei Bewusstsein. Eine halbe Stunde nach dem Unfall wurde Munoz zur weiteren Untersuchung im Krankenhaus per Hubschrauber ausgeflogen
Hinter Quiles und Almansa wurde Alvaro Carpe auf Platz 3 gewertet. Dahinter ein Rookie-Zug mit Salmela, Cruces, Morelli, Rios und O’Gorman. Den letzten WM-Punkt für P15 holte sich Matteo Bertelle. Leo Rammerstorfer wurde auf Platz 18 abgewunken. Auch der Ungarn-GP wurde von KTM kontrolliert. Die Top-7 fuhren alle ein Bike aus Österreich.
In der WM-Tabelle blieb an der Spitze alles beim Alten. Maximo Quiles verlässt Ungar als Leader mit 59 Punkten Vorsprung auf Alvaro Carpe. Dritter nach der
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