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Tatsuki Suzuki: Vom Moto3-Piloten zum Fahrwerk-Experten
Was macht ein GP-Sieger wie Tatsuki Suzuki, wenn die Karriere als Rennfahrer vorbei ist? Der Japaner, der in Italien eine neue Wahlheimat fand, gab Einblicke in das Leben nach seiner Moto3-Karriere.
Moto3
Im Artikel erwähnt

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Im Podcast «Mig Babol» von Ex-Kollege Andrea Migno war Tatsuki Suzuki jüngst zu Gast und ließ tief in seine Gedankenwelt blicken. Es ging nicht nur über seine Karriere als Techniker bei der renommierten Firma Andreani, sondern auch über das, was einen Rennfahrer ausmacht, antreibt und ihn manchmal nachts noch beschäftigt.
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Suzuki war einer jener Piloten, die dem Moto3-Zirkus besonders lange treu geblieben sind. In 10 Saisons fuhr er in 173 Rennen drei GP-Siege ein und einige Podestplätze. Der große Wurf blieb aus, nach einer enttäuschenden Saison 2024 war Schluss. «Gegen Weihnachten 2024 hatte ich nichts Schriftliches auf dem Tisch», erzählte er. Ein Kommentar seiner damaligen Freundin – sie meinte, er solle nach Japan zurückkehren und von der Familie unterstützt werden – wirkte als unfreiwilliger Weckruf. «In diesem Moment ist bei mir eine Glühbirne angegangen. Ich habe mir gesagt: Ich höre auf, aber ich suche etwas, womit ich im MotoGP-Paddock in einer anderen Funktion bleiben kann.» Suzuki: «Mir geht es jetzt besser als damals» Was zunächst wie eine trotzige Aussage klingt, erweist sich als ehrliche Bestandsaufnahme. Suzuki machte keinen Hehl daraus, dass die letzten Jahre seiner Karriere zermürbend waren. Der permanente Druck, das extreme Gewichtsmanagement in der Moto3 – er musste sich auf 60 Kilogramm herunterhungern – und die Verantwortung nagten an ihm. «Als Fahrer bist du der Protagonist des Wochenendes – solange alles gut läuft, ist alles rosig. Aber wenn die Leistung nachlässt, ist es schlimmer als im Büro. Im Büro fängst du um 8 Uhr an, um 18 Uhr hörst du auf. Das Leben als Fahrer nimmt dich 24 Stunden am Tag in Anspruch.» Nach dem Karriereende habe er in einem Monat sieben Kilogramm zugenommen, erzählte er sichtlich erleichtert.
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Federbein-Spezialist Andreani ermöglichte zweite Karriere Nach dem Karriereende stand Suzuki vor der Frage, die alle Ex-Fahrer kennen: Welchen Weg sollte er einschlagen? Beinahe wäre er Riding Coach geworden, aber «ich wollte nicht, dass ich immer noch als Fahrer wahrgenommen werde. Ich wollte eine neue Identität aufbauen.» Die Lösung fand er in der Nähe seines Wohnorts San Marino: Andreani, einer der renommiertesten Fahrwerksspezialisten im Motorradrennsport. Suzuki hatte jedoch nicht den Mut, einfach anzuklopfen – also brachte er unter dem Vorwand einer technischen Inspektion persönlich Material vorbei und nutzte die Gelegenheit als Vorstellungsgespräch mit anschließender Zusage.
Heute arbeitet Suzuki als Suspensionstechniker im Paddock. Sein Mehrwert liegt nicht nur im technischen Know-how, sondern auch im menschlichen Verständnis für Fahrer. «Manchmal reicht es, einfach zuzuhören und die Probleme herauszulassen. Manchmal tue ich so, als würde ich etwas verstellen – und schicke den Fahrer beruhigter auf die Strecke. Nicht weil wir am Bike etwas verändert haben, sondern weil er im Kopf freier ist.» Eine halbe Sekunde, so die Erfahrung des Japaners, stecke oft nicht im Federbein, sondern im Helm.
Sehen wir Tatsuki Suzuki bald in der MotoGP? Der 28-Jährige sprach auch über das, was ihn im Rückblick beschäftigt. Er sei zu lange in der Komfortzone der Moto3 geblieben. Es habe Möglichkeiten für einen Aufstieg in die Moto2 gegeben. «Ich hatte nicht den Mut, meine Situation aufzugeben. In der Moto3 wusste ich, was mich erwartet. In der Moto2 nicht.» Dreimal sei der Zug vorbeigefahren. «Das beschäftigt mich noch heute.» Inzwischen hat Tatsuki Suzuki ein neues Ziel: Die Rückkehr in das Paddock der MotoGP-WM. Das nimmt bereits konkrete Formen an. Suzuki übernimmt zusätzlich eine Rolle als technischer Support für HRC im Moto3-Bereich. «Von Anfang an war mein Ziel, in das Paddock zurückzukehren – nur in einer anderen Position. Ich glaube, der erste Schritt ist getan.» Als Mehrwert sieht er seine für japanische Verhältnisse außergewöhnliche Biographie: Er ist seit 15 Jahren in Europa und kann Brücken zwischen den japanischen HRC-Ingenieuren und den italienischen oder spanischen Mechanikern bauen.
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