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Belgien gewinnt das Motocross der Nationen 2026 in Ernée, Deutschland P16

Belgien gewann mit Liam Everts (Husqvarna) sowie Lucas und Sacha Coenen (beide KTM) das Motocross der Nationen in Ernée vor Spanien und den Niederlanden. Deutschland landete abgeschlagen auf Rang 16.

Im Artikel erwähnt

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Im dritten und entscheidenden Rennen des Motocross der Nationen 2026 fiel die Entscheidung zwischen Belgien und Spanien. Topfavorit Frankreich hatte nach den Stürzen von Mathis Valin und Tom Vialle keine realistische Chance mehr auf den Gesamtsieg. Auch die Spanier hatten im zweiten Lauf einen Ausfall hinnehmen müssen und benötigten im letzten Rennen unbedingt zwei starke Ergebnisse.

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Romain Febvre: Holeshot und Sturz

Lokalmatador Romain Febvre (Kawasaki) zog den Holeshot vor Jorge Prado (KTM) und Liam Everts (Husqvarna). Prado übernahm wenig später die Führung. Jeffrey Herlings startete im Bereich der Top 5, stürzte jedoch und fiel auf Rang 10 zurück. Danach arbeitete sich «The Bullet» entschlossen nach vorn und hatte den führenden Prado nach zehn Runden eingeholt.

Prestigeduell zwischen Prado und Herlings

Im Duell zwischen Prado und Herlings ging es um mehr als ein gutes Mannschaftsergebnis: Herlings war als frischgebackener MXGP-Weltmeister nach Frankreich gereist, während Prado erst zwei Wochen zuvor die SMX-Meisterschaft in den USA gewonnen hatte. Zunächst hielt der Spanier mit cleverer Linienwahl und konsequenter Kampflinie dagegen. Zwei Runden später musste er Herlings jedoch passieren lassen.

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Zu diesem Zeitpunkt lagen Belgien und Spanien in der Nationenwertung nur einen Punkt auseinander.

Herlings gewinnt überlegen

Nach dem Überholmanöver setzte sich Herlings an der Spitze ab und gewann mit zwölf Sekunden Vorsprung vor Prado. Platz 3 ging an Romain Febvre, der in der fünften Runde gestürzt und zunächst von Rang 2 auf Platz 5 zurückgefallen war. Bei seinem letzten Rennen für Kawasaki kämpfte sich der Franzose noch einmal bis auf den dritten Platz nach vorn.

Sein Teamkollege Tom Vialle war nach seinem heftigen Abflug im zweiten Rennen nicht mehr vollständig fit und steuerte nach fünf Runden die Box an.

Belgien: Erster Sieg seit 2013

Die Entscheidung zwischen Belgien und Spanien blieb bis in die Schlussphase offen. Liam Everts lag auf Platz 3, würgte jedoch seinen Motor ab, sodass Febvre problemlos vorbeiziehen konnte.

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Der spanische Open-Pilot Francisco Garcia rangierte zu diesem Zeitpunkt auf Platz 11. Hätte er noch Rang 10 erreicht, wären Belgien und Spanien punktgleich gewesen. Doch auch Garcia unterlief ein Fehler: Er würgte ebenfalls den Motor ab und fiel auf Platz 13 zurück. Damit war die Entscheidung zugunsten der Belgier gefallen.

Für Belgien war es der erste Sieg beim Motocross der Nationen seit dem Triumph 2013 im Talkessel von Teutschenthal.

Historisches Ergebnis für Spanien

Obwohl Spanien bis zum Schluss um den Mannschaftssieg kämpfte, überwog am Ende die Freude: Rang 2 bedeutete das beste Ergebnis einer spanischen Mannschaft in der 79-jährigen Geschichte des Motocross der Nationen.

Team USA auf Platz 5

Angesichts der Probleme im Vorfeld schlug sich das US-Team auf Platz 5 hinter den starken Letten beachtlich. Die Amerikaner verfehlten Rang 4 lediglich um einen Punkt. Die beiden sechsten Plätze von Cooper Webb, der erst wenige Tage zuvor von Yamaha zu Husqvarna gewechselt war, bildeten die Grundlage für das Mannschaftsergebnis der US-Boys.

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Italien: Pech im letzten Rennen

Nachdem Andrea Adamo im zweiten Lauf Platz 2 erreicht hatte, stürzte der Sizilianer im dritten Rennen und schied aus. Damit waren die italienischen Hoffnungen auf ein Spitzenergebnis dahin. In der Gesamtwertung belegte Italien dennoch Rang 6.

Team Großbritannien überraschte

Für eine der Überraschungen von Ernée sorgte das britische Team. Ben Watson, Taylor Hammal und Ben Mustoe erreichten gemeinsam den siebten Gesamtrang.

Schweiz solide auf Platz 8

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung beendete die Schweiz den Tag auf Platz 8. Jeremy Seewer (MX2), Kevin Brumann (Open) und Valentin Guillod (MXGP) blieben mit sämtlichen gewerteten Resultaten innerhalb der Top 20. Damit lagen die Eidgenossen am Ende noch vor Titelverteidiger Australien.

Deutschland nur auf Platz 16

Zur Vorgeschichte des enttäuschenden 16. Platzes gehört, dass es dem DMSB nicht gelungen war, für Ernée eine deutsche Spitzenmannschaft aufzustellen. Weder Supercross-Champion Ken Roczen noch MX2-Weltmeister Simon Längenfelder konnten für einen Einsatz im Nationalteam gewonnen werden. Diese Tatsache spricht für sich.

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Die nominierten deutschen Fahrer kämpften nach Kräften, doch mehr als Rang 16 war nicht möglich. Tom Koch erzielte im dritten Rennen als Vierzehnter das beste deutsche Einzelergebnis.

Noah Ludwig hatte das Open-Qualifikationsrennen am Samstag noch auf einem starken achten Platz beendet. Nach seinem Sturz und Ausfall im zweiten Hauptrennen konnte er jedoch nicht mehr zum letzten Lauf antreten. MX2-Pilot Valentin Kees belegte bei seinem MXoN-Debüt die Plätze 27 und 28.

Großartige Stimmung in Ernée

Obwohl die französischen Fans nach den Rückschlägen ihres Teams enttäuscht waren, wurde das Motocross der Nationen seinem Ruf als «Olympia des Motocross» auch 2026 gerecht. Bei bestem Rennwetter wurde hochklassiger Sport geboten, und die Entscheidung blieb bis in die Schlussphase offen.

Belgien gewann die Chamberlain-Trophy verdient. Besonders für Lucas und Sacha Coenen, die während der Saison zahlreiche Rückschläge hinnehmen mussten, war der Triumph ein versöhnlicher Abschluss. Zugleich fügte Liam Everts der außergewöhnlichen Geschichte seiner Familie ein weiteres Kapitel hinzu: Nach Großvater Harry und Vater Stefan gewann nun bereits die dritte Generation der Everts-Dynastie das Motocross der Nationen.

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Auch für den im Rollstuhl sitzenden belgischen Teamchef Joël Roelants war der Erfolg ein besonderer Triumph.

MXoN Ernée 2026

  1. Belgien, 23 (Lucas Coenen 3-5; Liam Everts 4-4; Sacha Coenen 1̶2̶-7)

  2. Spanien, 26 (Jorge Prado 2-2; Guillem Farres 4-5; Francisco Garcia 3̶6̶-13)

  3. Niederlande, 34 (Jeffrey Herlings 1-1; Glenn Coldenhoff 14-9; Roan van de Moosdijk 9-1̶8̶)

  4. Lettland, 52 (Pauls Jonass 3-8; Janis Martins Reisulis 2̶0̶-12; Karlis Alberts Reisulis 13-16)

  5. USA, 53 (Cooper Webb 6-6; Julien Beaumer 10-17; Levi Kitchen 2̶5̶-14)

  6. Italien, 69 (Andrea Adamo 2-3̶6̶; Alberto Forato 6-12; Ferruccio Zanchi 32-17)

  7. Großbritannien, 82 (Ben Watson 10-9; Taylor Hammal 16-3̶0̶; Ben Mustoe 23-24)

  8. Schweiz, 82 (Jeremy Seewer 15-13; Kevin Brumann 15-19; Valentin Guillod 2̶2̶-20)

  9. Australien, 87 (Jed Beaton 11-10; Alex Larwood 21-21; Aaron Tanti 3̶7̶-24)

  10. Frankreich, 90 (Romain Febvre 1-3; Mathis Valin 4̶0̶-11; Tom Vialle 38-37)

  11. Schweden, 95 (Isak Gifting 3̶8̶-11; Alvin Östlund 19-21; Alve Callemo 24-20)

  12. Estland, 109 (Jorgen-Matthias Talviku 8-23; Sebastian Leok 3̶6̶-23; Kaarel Tilk 26-29)

  13. Slowenien, 110 (Jan Pancar 5-7; Jaka Peklaj 3̶7̶-31; Lukas Osek 33-34)

  14. Kanada, 110 (Dylan Wright 16-15; Tanner Ward 30-27; Dylan Rempel 3̶9̶-22)

  15. Südafrika, 112 (Camden Mc Lellan 7-8; Slade Smith 3̶4̶-32; Trey Cox 32-33)

  16. Deutschland, 127 (Tom Koch 19-14; Valentin Kees 28-27; Noah Ludwig 39-D̶N̶S̶)

  17. Brasilien, 133 (Enzo Lopes 18-3̶8̶; Fabio Santos 26-35; Guilherme Bresolin 29-25)

  18. Slowakei, 142 (Tomas Kohut 27-28; Jaroslav Katrinak 3̶5̶-30; Pavol Repčák 35-22)

  19. Österreich, 145 (Michael Sandner 28-26; Ricardo Bauer 31-29; Michael Kratzer 3̶3̶-31)

  20. Dänemark, 94 (Mads Fredsøe 17-25; Nicolai Skovbjerg 18-34; dritter Fahrer D̶N̶S̶-DNS)

MXoN Ernée 2026 Lauf 3

  1. Jeffrey Herlings (NL), Honda, 35:15,127

  2. Jorge Prado (E), KTM, -12,035

  3. Romain Febvre (F), Kawasaki, -18,557

  4. Liam Everts (B), Husqvarna, -24,337

  5. Lucas Coenen (B), KTM, -31,256

  6. Cooper Webb (USA), Husqvarna, -35,428

  7. Jan Pancar (SLO), KTM, -47,080

  8. Pauls Jonass (LAT), Kawasaki, -54,800

  9. Ben Watson (GB), Triumph, -1:05,836

  10. Jed Beaton (AUS), Yamaha, -1:11,065

  11. Isak Gifting (S), Yamaha, -1:16,976

  12. Alberto Forato (I), Fantic, -1:18,540

  13. Francisco Garcia (E), Kawasaki, -1:18,866

  14. Tom Koch (D), KTM, -1:32,565

  15. Dylan Wright (CDN), Honda, -1:43,627

  16. Karlis Alberts Reisulis (LAT), Yamaha, -1:48,323

  17. Julien Beaumer (USA), KTM, -1:50,098

  18. Roan van de Moosdijk (NL), KTM, -1:51,863

  19. Kevin Brumann (CH), Husqvarna, -1:52,657

  20. Valentin Guillod (CH), Yamaha, -1:55,251

  21. Alvin Östlund (S), Triumph, 1 Runde

  22. Pavol Repčák (SK), KTM, 1 Runde

  23. Jorgen-Matthias Talviku (EST), Fantic, 1 Runde

  24. Aaron Tanti (AUS), Yamaha, 1 Runde

  25. Mads Fredsøe (DK), KTM, 1 Runde

  26. Michael Sandner (A), Husqvarna, 1 Runde

  27. Tanner Ward (CDN), Husqvarna, 1 Runde

  28. Tomas Kohut (SK), KTM, 1 Runde

  29. Kaarel Tilk (EST), Husqvarna, 1 Runde

  30. Taylor Hammal (GB), Kawasaki, 1 Runde

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