Neue Yamaha YZ250F: Neuer Motor, Fahrwerk von der YZ450F
Nachdem auf 2026 die 450er umfassend überarbeitet wurde, stellt Yamaha für den Modelljahrgang eine tiefgreifend erneuerte YZ250F vor. Das Fahrwerk ist vom grösseren Schwestermodell übernommen.
Auf den Modelljahrgang 2027 hat Yamaha einen komplett neuen Viertaktmotor mit 250 ccm für den Einsatz im Motocross-Motorrad YZ250F gebaut. Die Grundkonstruktion eines Kurzhub-Viertakters mit DOHC-Ventiltrieb und Benzineinspritzung wurde beibehalten, ebenso die Yamaha-typische Architektur mit dem stehenden Zylinder und dem Einlass (in Fahrtrichting) vorne und den Auslass hinten.
Dennoch gibt es einige wesentliche Neuerungen. Der Durchmesser der Kurbelwelle wurde vergrössert, ebenso deren Schwungmasse. Das untere Pleuellager ist neu als Gleitlager ausgeführt, ebenso wurde der Kolbenbolzen vergrössert. Der obere Kolbenring ist dünner du leichter.
Im Ventiltrieb sind Steuerkette und deren Kettenführung neu. Die Titan-Einlassventile werden neu über Schlepphebel betätigt. An den Einlassventilen sind doppelte Ventilfedern verbaut. Unten liegen diese Ventilfedern auf einem Federteller auf, welcher den untersten Federwindungen nachgeformt ist. Dadurch kann die Federbasis schlanker gestaltet werden, was es wiederum ermöglicht, den Einlasskanal strömungsgünstiger zu gestalten. Die Verdichtung liegt bei horrenden 14.1:1, das Drehzahllimit des neuen Motors ist 700/min höher. Der Öltank der Trockensumpfschmierung ist im Motorgehäuse integriert und vor der Kurbelwelle platziert.
Ziel der Neukonstruktion: Mehr Leistung, mehr Drehmoment. Was auch erreicht wurde, weshalb das Getriebe breitere Zahnräder, mehr Schaltklauen und geänderte Übersetzungen aufweist. Die gleiche hydraulisch betätigte Kupplung wie in der auf den Modelljahrgang 2026 überarbeiteten YZ450F ist nun auch die der 250er verbaut.
Ebenso von der auf 2026 überarbeiteten 450er übernommen wurden Fahrwerk und Verkleidungsteile. Die Form und Dicke der vorderen und hinteren Motorhalterungen wurden für eine optimale Steifigkeit dem 250er Motor angepasst. Die Federelemente wurden zwar von der 450er übernommen, jedoch auf die 250er abgestimmt. Am Federbein ist zudem ein neues Bodenventil mit mehr Dämpferkraft verbaut, das einen verbesserten Bodenkontakt bewirken soll.
Die Hinterradbremse wurde für eine verbesserte Kontrolle neu gestaltet. Die Größe des Hauptbremszylinderkolbens und des Bremszangenkolbens hinten wurden reduziert, und die hintere Bremsscheibe wurde verkleinert (von 240 auf 220 mm). Zudem ist das Fußbremshebelpedal nun mit Bolzen statt mit Nieten befestigt, um einen einfachen Austausch zu ermöglichen.
Die YZ-Modelle in Blau sind ab September erhältlich, die Monster Energy Yamaha Racing Editions folgen ab November 2026. Die Preise für die deutschsprachigen Länder sind noch nicht bekannt.
Yamaha hat auch der der YZ85 gearbeitet. Es gibt eine neue Einlass-Membran, neue Steuerzeiten der Auslass-Walze und darauf abgestimmte Vergasereinstellung und Zündung. Das Schwungrad ist von 60 mm auf 79,5 mm vergrößert. Das Luftrohr vom Luftfilter zum Vergaser ist um 10 auf 85 mm vergrössert. Dazu kommen Detailverbesserungen am Zylinderkopf, der Kupplung, den Gangrädern 3 und 4 und an den Schwingen- und Motorhalterungen. Neben der YZ85 bietet Yamaha weiterhin die Zweitakt-Crosser YZ125 und YZ250 sowie das Motorrad, mit dem unzählige erfolgreiche Karrieren begannen: Die PW50.
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