Alex Marquez (2.) zu Martin-Crash: «Diese Kurve ist nicht sicher genug!»
Alex Marquez beendete das MotoGP-Zeittraining in Barcelona auf Rang 2. Er habe noch nicht den Flow vom letzten Jahr, die Bedingungen seien seltsam gewesen. Was er zum Crash von Jorge Martin sagt.
Barcelona-Spezialist Alex Marquez hatte am Freitag einen starken Beginn in seinen Heim-GP. Im FP1 am Vormittag erzielte er die Bestzeit, im Zeittraining am Nachmittag, das über den direkten Einzug ins Q2 am Samstag entscheidet, raste der Vizeweltmeister auf Rang 2.
Vorjahressieger AM73 meinte am Donnerstag vor dem Rennwochenende, dass er auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya den Unterschied machen könne. Normalerweise würde er hier immer einen guten Flow haben. Anscheinend hat er diesen auch in diesem Jahr mit der Desmosedici GP26 gefunden.
Marquez sah dies etwas anders. «Ich bin recht zufrieden, aber ich habe noch nicht das Feeling und den Flow vom letzten Jahr. Der Tag war aber auch wegen den Bedingungen sehr seltsam», meinte Alex Marquez zu seinem Tag. «Es gibt noch einige Dinge, die wir verstehen müssen, aber das erste Gefühl ist mal gut. Nicht genug, um für den Sieg zu kämpfen, aber gut. Am Samstag müssen wir einen Schritt machen, um vor allem den Speed zu finden, den ich letztes Jahr in den schnellen Kurven hatte.»
Letztes Jahr machte Alex Marquez im vierten Sektor den Unterschied. Dieses Jahr war er am Freitagnachmittag nicht ganz bei den Schnellsten dabei. «Am Vormittag war ich dort der Schnellste. Am Nachmittag hat es dort aber drei gelbe Flaggen gegeben. Ich denke, dass niemand die perfekte Runde hinbekommen hat», stellte der 30-Jähige klar.
Wie sieht es dieses Jahr mit dem Grip aus – ist er im Gegensatz du den letzten beiden Jahren noch schlimmer geworden? «Schlimm zu sagen, ist schwierig», schmunzelte Marquez. «Es sieht aber danach aus, dass es noch ein bisschen schlechter geworden ist. Wir haben Probleme, die Temperatur in den Hinterreifen zu bekommen. Deswegen sind wir auch nicht supergut.»
In Kurve 12 gibt es Handlungsbedarf
Aprilia-Pilot Jorge Martin krachte im FP1 am Vormittag in Kurve 12 hart in die Airfences. War es für Marquez beängstigend, mitanzusehen, wie nah die Streckenbegrenzung ist? «Es wird nicht das letzte Mal sein, dass wir sagen, dass diese Kurve nicht sicher genug ist. Es hat sich bislang aber nichts geändert», unterstrich der Spanier. «Wenn du da hinkommst, siehst du die Wand vor dir. Letztes Jahr ist dort Alex Rins gestürzt und er ist in die Wand eingeschlagen. Sie müssen das lösen – auch auf anderen Strecken gibt es bei vielen Stellen Handlungsbedarf. Es ist dort (in Kurve 12) aber nicht leicht, weil es eine große Änderung darstellt. Zumindest müssen wir dort aber mehr Kies aufschütten – das könnte eine Lösung sein.»
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