Brad Binder ist zurück – doch warum, wusste «BB33» nach Platz 3 nicht
Kurz vor Ende des MotoGP-Zeittrainings in Barcelona tauchte KTM-Pilot Brad Binder auf Position 1 auf. «Bad Attack» fiel auf Rang 3 zurück – und war dennoch die größte Speed-Überraschung des Auftakts.
Beim wichtigen Zeittraining zum Großen Preis von Katalonien gelang es dem KTM-Werksfahrer, das, was er im Verlauf der Saison 2026 erst einmal geschafft hatte – den direkten Einzug ins Q2. Während sich Binder beim Saisonauftakt in Thailand als Achter mehr unter die Top 10 gezittert hatte, hatte die Vorstellung des Südafrikaners in Catalunya eine ganz andere Qualität.
Nach Platz 12 im FP1 mit einem Rückstand von 0,6 Sekunden auf die Bestzeit schien Binder in der zweiten Hälfte des Zeittrainings ein Wundermittel gefunden zu haben. Mit weichen Gummis auf der RC16 verbesserte sich Binder im Vergleich zum Vormittag erst einmal um 1,6 sec und sprang damit auf Position 3. Dass Binder nicht abgekürzt hatte, bewiesen die nächsten Umläufe, in denen er sich weiter steigerte und da als erster Pilot unter 1:39 min stieß.
Binder hielt damit den auch dem wie immer turbulenten Finale im Zeittraining stand. Hinter Teamkollege Pedro Acosta und Vizeweltmeister Alex Marquez ging es mit gerade einmal 0,07 sec Rückstand souverän ins Q2. Bei winzigen Abständen war der Routinier damit fixer als das Aprilia-Quartett mit dem WM-Leader Marco Bezzecchi und auch vor dem besten Ducati-Vertreter in der WM, Fabio Di Giannantonio.
Wie war diese rasante Steigerung möglich? Brad Binder versuchte sich im Anschluss an einer Antwort, war dabei aber nur bedingt erfolgreich: «Ich freue mich jetzt einfach sehr, dass wir es nach langer Zeit wieder direkt ins Q2 geschafft haben. Es war ein sehr guter Tag, trotz eines kleinen Ausrutschers im FP1.»
Jetzt mehr Gewicht auf dem Vorderrad
Binder weiter: «Ich habe mich schon in der Früh gut gefühlt. Es hilft auf jeden Fall, dass die Strecke auch weiterhin sehr gut zu unserem Bike passt. Fakt ist, wir sind hier erst einmal mit der gleichen Basis losgefahren wie in Le Mans. In Frankreich gab es eine größere Veränderung am Bike zum Warm-up, das war ein wichtiger Schritt, und heute vor dem Zeittraining haben wir da noch einmal justiert.»
Was genau macht die Änderung an der RC16 aus? Der dienstälteste KTM-MotoGP-Pilot: «Wir haben die Balance des Motorrads mehr in Richtung Vorderrad verlagert. Das Bike liegt vorne jetzt satter, macht weniger Wheelies. Es ist ruhiger und gibt mir mehr Gefühl. Doch ob das jetzt der Hauptgrund für die Verbesserung ist, das weiß ich selbst nicht. Ich hoffe, dass ich das Gefühl am Wochenende aufrechterhalten kann.»
Tatsache ist auch, dass Brad Binder dringend Spitzenresultate braucht, wenn es für den Routinierten auch 2027 in der Königsklasse weitergehen soll. Nach solidem Saisonstart ist «Brad Attack» auf Rang 13 zurückgefallen. Zumindest im Zeittraining von Catalunya formulierte der Red Bull-Athlet ein positives Empfehlungsschreiben.
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