Alex Marquez nach dramatischer Verbesserung erster Verfolger von «MM93»
Gresini-Ducati-Frontmann Alex Marquez war im FP1 nicht im Vorderfeld zu finden. Doch im Zeittraining wurde der Vizeweltmeister sogar Bruder Marc gefährlich – «AM73» zog als Zweiter souverän ins Q2.
Die Malaysia-Visitenkarte von Alex Marquez ist vollgeschrieben mit Spitzenresultaten. Nach zwei Podestplätzen 2025 (wenn auch in Abwesenheit von Bruder Marc und zum Sieg beim GP durch einen Reifenschaden von Pecco Bagnaia gekommen) und der Gesamtbestzeit beim Sepang-Test stand der Ducati-Pilot trotz WM-Position 8 auf allen Sepang-Listen weit oben.
Umso größer war die Verwunderung, als «AM73» nicht richtig in die Veranstaltung kam. Im FP1 war der Sepang-Spezialist zu keinem Zeitpunkt der Spitze nahe. Bruder Marc schenkte Alex eine knappe Sekunde ein – Platz 7 trotz guter Rahmenbedingungen in Sepang und noch hinter Franky Morbidelli und gleich drei KTM-Athleten.
Was den Spanier, der im kommenden Jahr für KTM unterwegs sein wird, nicht aus der Ruhe brachte. Mit dem Beginn der zweiten Hälfte des einstündigen Zeittrainings zeigte Alex Marquez ein sehenswertes Comeback, das von einer Schlussattacke mit Platz 2 gekrönt wurde. Die Uhr blieb bei 1:57,1 min stehen – damit die babyblaue Ducati ganz 2,8 Sekunden schneller unterwegs war als am Vormittag. Zur Bestzeit fehlten nun nur noch 0,109 s.
Entsprechend entspannt trat der 30-Jährige den Medien im hitzigen Sepang gegenüber: «Am Morgen lief es überhaupt nicht, ganz anders als erwartet. Wir mussten sehr viele Änderungen vornehmen. Als wir dann noch den weichen Hinterradreifen aufgezogen haben, kam alles zusammen – und alles hat funktioniert. Das Wichtigste: Ich habe mich am Nachmittag mit dem Speed sicher gefühlt, es war kein Ritt am absoluten Limit.»
Wenig Kritik gab es von Alex Marquez zum Zustand der Strecke: «Es wurde im Vorfeld der Strecke viel darüber geredet, auch wegen des Besuchs der Formel 1. Aber ehrlich gesagt – ich habe es nicht anders erlebt als vor einem Jahr. Es gibt sicher einige Stellen auf der Strecke, da ist der Zustand grenzwertig – aber das war er so auch schon in der Vergangenheit und ändern können wir es jetzt auch nicht. Also versuchen wir, uns bestmöglich zu adaptieren, und das hat zumindest am Nachmittag auch gut funktioniert.»
Marquez zog auch die Rundenzeit zur Orientierung heran. «Ich bin ziemlich genau da gelandet, wo ich es vermutet hatte, und es war keine große Differenz zum Vorjahr», so Alex Marquez am Freitag in Sepang. Zum Vergleich: 2025 schafft es Alex Marquez auf eine 1:57,0 min; beim Sepang-Test im letzten Februar war das Limit bei 1:56,4 min erreicht.
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