Versprechen gegenüber Karsten Wolf eingelöst, jetzt folgt der IDM-Neustart
Auch in der kommenden IDM Superbike-Saison soll das Team GERT56 by RS Speedbikes am Start stehen. An der Ausrichtung wird fleißig gearbeitet. Synergien sollen helfen. Wunschkandidat: Schrötter.
Das Team GERT56 hat ein hartes Jahr hinter sich. Im Januar musste sich das Team plötzlich ganz neu aufstellen. Teambesitzer Karsten Wolf war am 17. Januar 2026 plötzlich nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Im Dezember hatte Wolf das Team noch für die Saison 2026 in Stellung gebracht und mit der Verpflichtung des ehemaligen GP-Piloten Marcel Schrötter einen letzten Coup gelandet.
In der Führung übernahmen Holger Homfeld (Finanzen und Organisation), Ronny Schlieder (Technik), Toni Finsterbusch (Fahrer) und Johannes Bornemann (Marketing) das Kommando im Team GERT56 by RS Speedbikes. Am Start standen für die Mannschaft aus Pirna wie gehabt Toni Finsterbusch und Jan-Ole Jähnig und als dritter Mann im Bunde IDM-Rückkehrer Marcel Schrötter. «Wir sind da eben einfach in die Bresche gesprungen», berichten Homfeld und Schlieder gegenüber SPEEDWEEK.com.
Das Team muss in der IDM 2027 auf eigenen Beinen stehen
Auch im kommenden Jahr will das GERT56-Quartett weitermachen und befindet sich nach eigener Aussage stark in der Planung. Gespräche laufen in alle Richtungen. «Das hat nichts mit Finanzen zu tun, sondern eher damit, Synergien zu bilden. Die Verpflichtung von Marcel Schrötter war Karsten Wolfs Vermächtnis. Solch ein Fahrer ist ja auch für uns das perfekte Aushängeschild.» Wieder auf der Wunschliste steht neben Schrötter auch Jan-Ole Jähnig, der dieses Jahr ein wenig gebraucht hat, um ordentlich in Schwung zu kommen, dafür dann aber beim Finale in Hockenheim seine ersten Führungskilometer erleben durfte und noch einen Podestplatz ergatterte.
Wir sind kein reiches Team.Holger Homfeld und Ronny Schlieder
«Toni Finsterbusch hat im Team Bestandsschutz», versichern Homfeld und Schlieder, «der kann auch noch im Dezember sagen, ob er noch ein weiteres Jahr IDM fahren will oder nicht. Mit Marcel würden wir natürlich gerne weitermachen. Die Stimmung ist sehr positiv.» Für das GERT56-Führungsquartett wird die Saison 2027 ein Neustart werden. Sie haben ihr an Karsten Wolf gegebenes Versprechen eingehalten und die Saison 2026 durchzogen. Ab jetzt stehen sie auf eigenen Beinen.
«Wir sind kein reiches Team», umschreiben Homfeld und Schlieder die Lage, «aber mit unseren Fahrern läuft es gut und wir verstehen uns. Jetzt gibt es für uns eben einen Neustart. Denn das Jahr 2026 sollte so oder so Karsten Wolfs letztes Jahr in der Meisterschaft werden. Wir haben unser Versprechen eingelöst und planen jetzt für das nächste Jahr.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach