Martin fährt in Sepang mit frischem Bruch – das sagen die MotoGP-Kollegen
Fest steht: Aprilia-Pilot Jorge Martin wird es in Malaysia probieren und trotz frischem Bruch alles unternehmen, um im WM-Kampf zu bleiben. Die Elite der Königsklasse würde es nicht anders machen.
Jorge Martin und Sepang – eine Geschichte für sich, die nun Ende Oktober 2026 um ein weiteres Kapitel ergänzt. Besonders ist die Verbindung, weil dort die Beziehung Martin/Aprilia den ersten kräftigen Riss erhielt, noch bevor die Partnerschaft überhaupt richtig angefangen hatte. Es war im Februar 2025, als der «Martinator» den ersten großen Test für seinen Arbeitgeber abspulen sollte.
Der Weltmeister schaffte es nicht einmal zur Mittagspause. Nach zwei Abflügen war Martin mit relevanten Verletzungen auf dem Weg zurück nach Spanien, der Saisonauftakt und die Mission Titelverteidigung schienen zerplatzt. Nun könnte die
Nach dem heftigen Crash im Sprint von Phillip Island, bei dem sich Martin eine Fraktur im rechten Unterarm zugezogen hatte, gab es in Australien auch unverhoffte Unterstützung durch die Absage des GP-Rennens. Während Marc Marquez die Chance genommen wurde, seine WM-Führung weiter auszubauen, kam es für Martin noch besser. Nach weiteren Untersuchungen und der finalen Begutachtung in Sepang, bekam Martin die Freigabe für die Teilnahme am Malaysia-GP. Allerdings muss sich Martin, der eine Schiene für das, so die letzte Aussage, verletzte rechte Handgelenk trägt, nach dem FP1 noch einmal von Rennarzt Dr. Charte untersuchen lassen.
Statt einer mehr oder weniger gefallenen Titelentscheidung könnte die WM damit weiter offen bleiben – sollte Martins kämpferischer Versuch Erfolg haben. Weitere Spitzenfahrer der MotoGP stellten den Ansatz von Martin und Arbeitgeber ebenfalls nicht in Frage. Auch Marc Marquez begrüßte das Antreten. Sowohl im Fahrlager als auch im Rahmen der
Teamkollege Marco Bezzecchi, der ebenfalls noch lebendige Chancen auf den Titel hat, machte es kurz: «Ich würde es genauso machen. Er muss es versuchen, auch weil er so nah dran ist an Marc. Ich wünsche ihm, dass er das Wochenende durchhält.»
Yamaha-Werksfahrer Fabio Quartararo, der in der WM-Tabelle als 15. keine Rolle spielt, sprach die Zweischneidigkeit der Lage aus. «Wenn du noch um den WM-Titel fährst, dann gibt es nicht wirklich eine Option, als es zu versuchen, auch wenn ein frischer Bruch nach fünf oder sechs Tagen schon keine leichte Sache ist. Am Ende kann nur Jorge spüren und wissen, ob es funktioniert.»
Acosta erinnerte sich an Moto3-Zeiten
Landsmann Pedro Acosta erinnerte auch daran, dass Jorge Martin Erfahrung mit solchen Situationen hat. Der KTM-Mann in Sepang: «Ich kann gut verstehen, dass Jorge hier fahren will. Als er auf dem Weg zu seinem Moto3-Titel war, hatte er auch zu kämpfen mit Problemen in der Hand. Ich denke, wenn er es schafft, hier zu fahren, dann kann er wohl zurückkommen und wieder um Siege fahren.»
Etwas zurückhaltender war der Sieger in Sepang 2025 und der Bruder des WM-Spitzenreiters. Alex Marquez: «Dass er hier ist, das halte ich für ganz normal. Er steckt im WM-Kampf, hat nur zehn Punkte Rückstand. Ich möchte mir aber kein Urteil über die Verletzung erlauben. Zuerst hieß es, es ist ein Knochen gebrochen, dann zwei Knochen und nun vielleicht gar kein Bruch – um ehrlich zu sein, ich habe nicht das wahre Bild, was die Verletzung angeht. Was ich weiß, Jorge ist tapfer und er wird alles geben.»
Nicht zu vergessen ist auch der Zweikampf in der Hersteller-WM. Vor dem Malaysia-GP und damit acht Rennen vor Schluss sind die beiden Werke aus Italien nur durch sechs Punkte getrennt – mit Aprilia auf Position 1.
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