Argentinien-GP: Sind Ängste der Teams unbegründet?
Obwohl Argentinien als zweiter MotoGP-Event 2025 im Kalender steht, sind viele Teams bei der Buchung von Flügen zurückhaltend. Promoter Dorna geht davon aus, dass die Rennen nach einem Jahr Pause wieder stattfinden.
2023 hätte das Finale der Superbike-WM in San Juan Villicum in Argentinien ausgetragen werden sollen. Doch trotz gutem Zuschauerzuspruch in den Jahren davor brach der örtliche Promoter den Vertrag mit Rechteinhaber Dorna und zog es vor eine Strafe zu bezahlen, statt einen weiteren Event auszurichten. Hauptgrund war die hohe Inflationsrate in dem südamerikanischen Land, die im April 2024 auf unfassbare 292,2 Prozent kletterte. Argentiniens Präsident Javier Milei, seit 10. Dezember 2023 im Amt, verfolgt deshalb eine rigorose Sparpolitik.
Seit 2014 hielt der MotoGP-Zirkus im Autódromo Termas de Río Hondo regelmäßig den Argentinien-GP ab, mit Unterbrechungen in den Corona-Jahren 2020 und 2021.
Im Vorjahr stand Las Termas im Kalender, doch
Dass die Veranstaltung im Kalender 2025 auftaucht, sorgt für Verwunderung bei einigen Teams – verbunden mit einigem Unglauben. Obwohl der Grand Prix den zweiten des Jahres darstellt und auf das Wochenende 14.–16. März terminiert ist, haben längst noch nicht alle ihre Reisen gebucht. Bei einigen gibt es Befürchtungen, dass sich Geschichte wiederholt und sie bei einer erneuten Absage womöglich auf Kosten sitzenbleiben.
Nach Absagen der Grands Prix in Argentinien, Indien und Kasachstan sagte Carmelo Ezpeleta, Geschäftsführer von Promoter Dorna, im Juli 2024 gegenüber diesem Motorsport-Portal: "Veranstalter, die einen GP ausrichten wollen,
SPEEDWEEK.com brachte in Erfahrung, dass die Dorna zu "nahezu 100 Prozent sicher" ist, dass der Argentinien-GP 2025 stattfinden wird. Alle Vereinbarungen wurden bislang eingehalten und auch die erste Teilzahlung ist getätigt.
Die Wirtschaft Argentiniens hat sich in den vergangenen Monaten deutlich erholt. Die Inflation ist vom Höchststand im April 2024 im November bis auf 166 Prozent gesunken, was aber immer noch erschreckend hoch ist. Zum Vergleich: In der Schweiz betrug die Inflation 2024 im Durchschnitt 1,1 Prozent. Die Armutsquote stieg laut INDEC im 1. Halbjahr 2024 in Argentinien auf 53 Prozent, Ende 2023 lag sie noch bei rund 40 Prozent.
Nach Jahren der Krise soll die Wirtschaft in Argentinien ab 2025 wieder Tritt fassen. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) prognostiziert für 2025 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3,6 und für 2026 von 3,8 Prozent. Der Internationale Währungsfonds rechnet für 2025 sogar mit einem Plus von 5 Prozent. Neben positiven Aussichten in der Landwirtschaft und dem Bergbau ist der stärkste Motor die Erdölförderung. Auch der Lithium-Abbau ist auf Rekordniveau.
Der Vertrag von Termas de Río Hondo beinhaltet nur noch 2025. Den Argentinien-GP soll es weiterhin geben,
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