Madrid statt Steuerparadies Andorra: Marc Marquez nennt die Gründe
Viele MotoGP-Stars wohnen im Steuerparadies Andorra. Weltmeister Marc Marquez entschied sich bewusst dagegen und nannte die Gründe, warum Madrid seine neue Wahlheimat ist.
In der MotoGP gilt Andorra seit Jahren als bevorzugter Wohnsitz zahlreicher Spitzenfahrer. Die niedrigen Steuern machen das kleine Fürstentum in den Pyrenäen für viele Profi-Athleten attraktiv. MotoGP-Champion Marc Marquez hat sich jedoch bewusst für einen anderen Weg entschieden.
Im Rahmen des Sachsenring-GP wurde der Ducati-Werkspilot auf Aussagen aus einem spanischen Interview angesprochen, in denen er seine Haltung zum Thema Steuern und Wohnort erläutert hatte. Marquez machte dabei deutlich, dass er jedem Fahrer die freie Wahl seines Lebensmittelpunkts zugesteht, selbst aber bewusst auf die spanische Hauptstadt setzt.
Warum Marquez mittlerweile in Madrid wohnt
«Natürlich verstehe ich, dass jeder, der umziehen möchte, das frei entscheiden kann», betonte der Spanier. Seine persönliche Sichtweise sei jedoch eine andere: «Ich fühle mich frei, wenn ich dort lebe, wo ich leben möchte.»
Marquez räumte ein, dass seine hohen Einkünfte eine Rolle spielen könnten. «Natürlich verdiene ich viel Geld. Selbst wenn ich meine Steuern bezahle, bleibt mir immer noch sehr viel übrig. Das hilft natürlich.» Dennoch sei Geld für seine Entscheidung nicht ausschlaggebend gewesen.
«Ich fühle mich in Spanien wohl und möchte dort leben, wo ich die besten Voraussetzungen habe, um auf der Rennstrecke meine Leistung zu bringen», erklärte der achtfache Weltmeister. Sein Lebensmittelpunkt habe sich dabei im Laufe seiner Karriere verändert. Zu Beginn wohnte Marquez weiterhin in seiner Heimatstadt Cervera. «Damals war ich entspannt. Ich brauchte keine Physiotherapeuten und keine speziellen Geräte.»
Erst die schweren Verletzungen der vergangenen Jahre führten zu einem Umdenken. Mit dem Sturz in Jerez 2020 haben sich Marquez’ Leben und Alltag nachhaltig verändert. «Seit meiner Verletzung brauche ich spezielle Maschinen, Physiotherapeuten und eine andere Art des Trainings. Deshalb bin ich nach Madrid gezogen, weil ich dort ein gutes Team und ein gutes Leistungszentrum gefunden habe.»
Für Marquez steht deshalb fest, dass sein Wohnort in erster Linie nach sportlichen Gesichtspunkten gewählt wird. «Ich lebe immer dort, wo ich glaube, dass ich die besten Voraussetzungen habe, um auf der Rennstrecke bessere Leistungen zu bringen.»
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