Australien kämpft: Petition für den Verbleib der MotoGP auf Phillip Island
Auch 2026 steht Phillip Island im Kalender der MotoGP. Einen Vertrag darüber hinaus gibt es nicht. Um das zu ändern, wurde im Bundesstaat Victoria eine Petition für den Erhalt des Events gestartet.
Im mit 22 Events prallvoll gefüllten MotoGP-Kalender taucht auch 2026 wieder der Austragungsort Phillip Island auf. Die Insel südöstlich der Metropole Melbourne ist seit 1997 durchgängig feste Station der Motorrad-Weltmeisterschaft. Bereits 1989 fand das erste Event mit Wayne Gardner als Sieger der Königsklasse statt. Danach wechselte der Australien-GP in die 1990 neu errichtete Anlage von Eastern Creek.
Doch der Bundesstaat Victoria mit einer überaus aktiven Lokalverwaltung hatte den längeren Atem und holte die Großveranstaltung zurück ins Naturparadies Phillip Island. Der sogenannte Bass Coast Shire Council unterhält eine enge Partnerschaft mit dem nationalen Motorsportverband in Australien. Gemeinsam stand man für die Erfüllung des 10-Jahres-Vertrags mit MotoGP-Rechteinhaber Dorna Sports gerade. Mit dem Event 2026 endet die bestehende Vereinbarung.
Um die langfristige Zukunft der Veranstaltung in Victoria zu sichern, sind umfangreiche Verbesserungen an der Traditionsrennstrecke auf Phillip Island erforderlich. Verhandlungen der Vertragspartner über eine neue Vereinbarung sind bereits angelaufen. Klar ist: Ohne großes Investitionsprogramm werden alle Bemühungen, das Kultevent zu erhalten, scheitern.
Die lokale Behörde unterstützt das Großprojekt auf Phillip Island, weist auf die enorme wirtschaftliche Bedeutung für die Region hin und fordert die Landesregierung auf, die notwendigen Investitionen zu tätigen. Um den Forderungen weiteren Ausdruck zu verleihen, wurde zudem eine
Laut einer Wirtschaftsstudie von Ernst & Young, die im Jahr 2023 durchgeführt wurde, beträgt der wirtschaftliche Nutzen des Grand Prix für den Bundesstaat insgesamt 54,6 Millionen Dollar. 29,4 Millionen Dollar fließen direkt in die Region um Phillip Island. Weiter besagt die Studie, dass der GP 284 Vollzeitstellen absichert, um die mit über 70.000 Besuchern größte Veranstaltung abzuwickeln.
Ins Gespräch gekommen war der Australien-GP auf Phillip Island erst jüngst durch eine Aussage von Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta.
Mit der Petition und der damit offiziellen Forderung an die Regierung des Bundesstaats Victoria nimmt aber erst einmal der Kampf um den Verbleib auf Phillip Island an Fahrt auf.
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