Pecco Bagnaia mit entscheidendem Puzzleteil im Q2: «Es fühlt sich gut an!»
Mit Platz 10 im MotoGP-Zeittraining in Mandalika ging es für Francesco Bagnaia erstmals seit Juni am Freitag wieder direkt ins Q2. Dabei half dem Ducati-Piloten eine entscheidende Kleinigkeit.
«Seit Assen bin ich nicht mehr ins Q2 gekommen?!» Eine ungläubige Rückfrage von Francesco Bagnaia auf die Frage, wie es sich anfühle, sich am Freitag endlich wieder direkt für die zweite Qualifying-Session am Samstag vorgearbeitet zu haben. «Fantastisch» sei das. Das folgende Lachen machte jedoch deutlich, dass der Ducati-Pilot eher mit Bitterkeit auf die sechs Rennwochenenden zurückschaut, in denen ihm dieser Sprung verwehrt geblieben war.
Dass ihm dieser Schritt auf dem Mandalika Street Circuit gelingen würde, hatte der Turiner nicht eingeplant: «Ich habe nicht erwartet, dass es ausgerechnet in Indonesien klappt. Denn auf diesem Kurs haben wir in der Vergangenheit meistens Probleme gehabt.» Geholfen habe jedoch das vorangegangene Rennwochenende in Motegi, bei dem der Mann mit der Nummer 63 im Sprintrennen kurz vor Schluss aufgeben musste, sich im Sonntagsrennen aber von Startplatz 15 auf den achten Rang vorarbeiten konnte: «Dank der Rennen in Japan haben wir bei unserem Motorrad etwas verstanden. Damit habe ich hier in Indonesien beim Anbremsen mehr Gefühl für das Vorderrad, ich konnte im Training mehr Runden am Stück drehen – und das hat mir Vertrauen in mein Motorrad gegeben. Es fühlt sich gut an!»
Ducati-Pilot Francesco Bagnaia sieht noch etwas Luft nach oben
Ein entscheidendes Puzzlestück für den MotoGP-Weltmeister von 2022 und 2023: «Es war eine Kleinigkeit, die für die Probleme gesorgt hat.» Welche genau das sei, darüber wollte «Pecco» nicht sprechen, jedoch so viel: «Bis zum Samstag wird sich das erledigt haben.» Bis zum Samstag, weil der Italiener die Einheiten am Freitag mit zwei verschiedenen Motorrädern anging, die in unterschiedlichen Konfigurationen bestückt waren. Sein Ersatzmotorrad müsse noch umgebaut werden.
Ein Schritt vorwärts für den nächstjährigen Aprilia-Werkspiloten: Seinen künftigen Arbeitgeber im Kampf um Podiumsplätze schlagen zu können, damit rechnet Bagnaia in Indonesien jedoch nicht. Zu weit sei Bagnaia noch hinter der Spitze des Feldes: «Ich verliere zu viel Zeit im zweiten und im vierten Streckenabschnitt. Die Aprilia-Piloten anzugreifen, ist nicht in Reichweite. Aber Kleinigkeiten können schon viel ausmachen. Etwas können wir noch herausholen mit dem Motorrad und ein bisschen kann ich mit meiner Fahrweise noch gut machen. In einem Sektor hilft schon etwas weniger Schräglage, morgen wird noch besser!»
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